Skip links

5 Fragen an Christian Allmis, Leiter Zentraleinkauf Passauer Wolf, über sein Engagement als Nachhaltigkeitsbotschafter

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Natur und der Umwelt bewusst und unternehmen bereits einige Schritte in Richtung Nachhaltigkeit. Vor allem im Gebäudemanagement konnten in den letzten Jahren durch eine energieeffiziente Bauweise und regelmäßige Sanierung und Optimierung große Erfolge erzielt werden. Um auf dem Weg der Nachhaltigkeit kontinuierlich voranzukommen, engagieren wir uns auch außerhalb der eigenen Reihen. Seit kurzem ist Christian Allmis, Leiter Zentraleinkauf Passauer Wolf, Nachhaltigkeitsbotschafter im Team der ZUKE Green-Community. Warum diese Zusammenarbeit so wichtig ist und wie sie uns im Passauer Wolf auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit voranbringt, verrät er uns im Interview.

1. Was ist ZUKE und welche Ziele verfolgt es?

Christian Allmis: Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE) ist ein Netzwerk aus Nachhaltigkeitstransformatoren im Gesundheitswesen. ZUKE ist 2017 ins Leben gerufen worden und hat es sich zur Aufgabe gemacht, digitale und nachhaltige Beschaffung im Gesundheitswesen zu fördern. Gelingen soll das, indem von Studierenden bis hin zur Klinikleitung alle Akteure im Gesundheitswesen vernetzt werden und so ein interdisziplinärer Austausch via Gruppen, Chats, Newsfeeds und Events erreicht wird. Das übergeordnete Ziel von ZUKE ist es, dass jede Gesundheitseinrichtung im Jahr 2035 klimaneutral ist, ihre soziale Verantwortung innerhalb der eigenen Einrichtung inklusive Lieferkette trägt und trotz Einhaltung sozialer und ökologischer Standards wirtschaftlich arbeitet.

2. Wie kam es, dass der Passauer Wolf Mitglied der ZUKE Green-Community geworden ist?

Christian Allmis: Als ZUKE auf der Suche nach neuen Nachhaltigkeitstransformatoren war, war für uns sofort klar, dass wir uns dem Ziel eines nachhaltigen Gesundheitswesens anschließen möchten. Mit mir als Nachhaltigkeitsbotschafter in der ZUKE Green-Community werden wir aktiv an der Umsetzung der Klimaziele mitwirken und das Umweltbewusstsein im Verbund des Passauer Wolf stärken.

3. Was genau ist Ihre Aufgabe als Nachhaltigkeitsbotschafter?

Christian Allmis: Meine Aufgabe als Nachhaltigkeitsbotschafter ist es, mich in Workshops, Projekten, Umsetzungen und Planungen mit anderen Nachhaltigkeitsbotschaftern zu vernetzen. Einmal im Monat treffen wir uns zum virtuellen Austausch. Darüber hinaus stehen wir über eine Chat-Gruppe in ständigem Kontakt und können so unsere Ideen und Erfahrungen teilen und auf diese Weise neue Lösungsansätze finden. Ich bin dafür zuständig, aufzuzeigen, was im Passauer Wolf bereits gut läuft und an welchen Stellen wir uns noch verbessern können und möchten. Der Austausch hilft mir dabei, Erfolgsfaktoren herauszuarbeiten und Strategien zu entwickeln, unsere Ziele umzusetzen.

4. Welche Maßnahmen in Sachen nachhaltiger Einkauf wurden im Passauer Wolf bereits umgesetzt?

Christian Allmis: Im Passauer Wolf wurden bereits einige Maßnahmen ergriffen: 95 % der neu angeschafften Büromaterialien sind als klimaneutral zertifiziert. Das Kopierpapier haben wir kürzlich auf nachhaltiges Zuckerrohrpapier umgestellt —dadurch müssen keine Bäume mehr gefällt werden und wir sparen jährlich 14.000 kg CO2. Auch unser Bike-Leasing-Angebot und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern führt dazu, dass CO2 eingespart wird. Außerdem haben wir Recycling-Boxen für Toner und gebrauchte Stifte und Marker im Einsatz, die dadurch wieder in den Verwertungskreislauf zurückgeführt werden.

5. Welche Maßnahmen werden jetzt gerade im Passauer Wolf umgesetzt oder sind für die nächsten Jahre in Planung?

Christian Allmis: Einige Projekte sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Dazu gehört die Umstellung der Fachliteratur von print auf digital, die Installation von Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes und der Ausbau energieeffizienter Beleuchtung sowie Lüftungsanlagen in unseren Häusern. Für die kommenden Jahre haben wir uns unter anderem zur Aufgabe gemacht, mehr Photovoltaik-Anlagen zu installieren, unsere Firmenfahrzeuge sukzessive auf umweltschonende Modelle —vorrangig E-Autos — umzustellen und in Zukunft nur noch auf umweltfreundliche und nachhaltige Berufskleidung zu setzen.