
Demenz verstehen, Selbstbestimmtheit stärken: Passauer Wolf Bad Griesbach beteiligt sich an Bayerischer Demenzwoche
Wie können Selbstbestimmtheit und Lebensqualität von Menschen mit Demenz gestärkt werden? Welche Rolle spielen Kommunikation und Biografie – und wie können digitale und technische Hilfsmittel Betroffene, Angehörige und Pflegekräfte unterstützen? Diesen Fragen widmete sich der Passauer Wolf Bad Griesbach am 23. und 24. September im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche. Mit Vorträgen, praxisnahen Einblicken und Möglichkeiten zum Austausch rückte der Standort das Thema Demenz aus unterschiedlichen Perspektiven in den Fokus.
Wissen vermitteln und Berührungsängste abbauen
An den beiden Veranstaltungstagen informierten sich zahlreiche Interessierte über medizinische, therapeutische, pflegerische und soziale Aspekte rund um das Thema Demenz. Dabei ging es nicht nur darum, Wissen über die Erkrankung zu vermitteln. Im Mittelpunkt stand auch die Frage, wie Menschen mit Demenz im Alltag möglichst selbstbestimmt begleitet und ihre Lebensqualität erhalten werden kann. »Mit unserer Beteiligung an der Bayerischen Demenzwoche wollten wir Wissen zugänglich machen, Berührungsängste abbauen und konkrete Möglichkeiten für einen guten Umgang mit der Erkrankung aufzeigen. Dass unser Angebot so gut angenommen wurde, zeigt, wie groß der Bedarf an Aufklärung, Austausch und Unterstützung beim Thema Demenz in unserer Gesellschaft ist«, sagt Dr. med. Oliver Meier. Der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Neurologie im Passauer Wolf Bad Griesbach gab zum Auftakt mit seinem Vortrag »Demenz – Perspektiven aus dem Gehirn« Einblicke in die neurologischen Hintergründe der Erkrankung. Weitere Beiträge widmeten sich der Bedeutung von Sprache und Kommunikation sowie der Biografiearbeit. Auch die MyReha-App wurde als digitales Unterstützungsangebot vorgestellt.
Technik erleben und Perspektiven wechseln
Am zweiten Veranstaltungstag standen digitale und technische Unterstützungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Die Themen reichten von digitalen Ansätzen zur Früherkennung von Demenz und technischen Hilfsmitteln beim Umgang mit Schmerzen bis hin zu Alternativen zur Fixierung, die dazu beitragen können, die Selbstbestimmtheit von Menschen mit Demenz zu stärken. Besonders anschaulich wurde der Perspektivwechsel mit dem Alterssimulationsanzug GERT: »Interessierte konnten selbst ausprobieren, wie sich altersbedingte körperliche Einschränkungen auf alltägliche Bewegungen und Tätigkeiten auswirken«, sagt Christian Mandl-Wagner, Pflegedienstleitung im Passauer Wolf Bad Griesbach. Das praktische Erleben machte deutlich, welchen Herausforderungen ältere Menschen im Alltag begegnen können und wie wichtig es ist, diese bei Betreuung, Pflege und Therapie mitzudenken. Informationen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuung und Betreuungsverfügung rundeten das zweitägige Programm ab.
Passauer Wolf Bad Griesbach
Der Passauer Wolf Bad Griesbach ist seit 1979 in der Region verwurzelt und zählt zu den führenden Zentren für Rehabilitation und medizinische Versorgung in Bayern. Zu den Fachbereichen gehören die Neurologie inklusive der neurologischen Frührehabilitation, die Geriatrie und Innere Medizin/Kardiologie, sowie Nachsorgeprogramme. Gehobenen Ansprüchen wird man mit den Passauer Wolf Komfort-Angeboten im Reha-Zentrum und der Hotelklinik Maria Theresia gerecht. Das Angebot »AktivConnect« by Passauer Wolf bietet digitale Gesundheitslösungen. Die Passauer Wolf Lodge & Therme ergänzt mit dem Präventionsangebot der DRV »RV Fit« das Spektrum in Bad Griesbach.
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