Experten-Einblick: So wird Bewegung zur Gewohnheit
Kleine Schritte können Großes bewirken — vor allem, wenn es darum geht, Bewegung dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Doch wie bleibt man motiviert, auch wenn Beruf, Familie oder andere Verpflichtungen Zeit und Energie fordern? Manuel Wedler, RV Fit-Guide in der Passauer Wolf Lodge & Therme Bad Griesbach, begleitet die Teilnehmer auf ihrem Weg zu einem aktiveren Lebensstil und gibt im Interview praktische Tipps, wie Bewegung zur Gewohnheit wird — ganz ohne Druck, aber mit nachhaltiger Wirkung.
Wie motivierst du die RV Fit-Teilnehmer, dranzubleiben — auch wenn der Alltag stressig ist?
Motivation entsteht vor allem dann, wenn Menschen merken, dass Bewegung spürbar guttut und kein zusätzlicher Stressfaktor ist. Ich versuche, kleine, erreichbare Ziele zu setzen, damit jeder Teilnehmer Erfolgserlebnisse erlebt. Außerdem hilft es, Bewegung nicht als »Pflicht« zu sehen, sondern als Zeit für sich selbst. Bewegung ist für mich kein Selbstzweck, sondern ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Wenn man Bewegung mit Achtsamkeit und Freude verbindet, wird sie zu einem festen Bestandteil des eigenen Wohlbefindens, ganz ohne Zwang.
Welche kleinen Routinen machen einen großen Unterschied für unsere Gesundheit? Und welche kleinen Bewegungs-Routinen integrierst du in deinen Alltag?
Oft sind es die kleinen Gewohnheiten, die langfristig den größten Effekt haben — regelmäßiges Aufstehen zwischendurch am Arbeitsplatz, kurze Dehnübungen oder ein Spaziergang in der Mittagspause. Ich liebe es außerdem, mich zwischendurch atemabhängig zu bewegen. Zum Beispiel mit dem Einatmen den Brustkorb öffnen und Arme zur Decke und mit der Ausatmung klein gerichtete Bewegungen wie Seitneigungen oder rund machen. Ich selbst bewege mich auch jeden Morgen als Routine für 30 Minuten. Das sind kleine, aber wirkungsvolle Rituale.



