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post-/long-covid

Zurück in den alltag finden

Menschen mit Long-Covid Syndrom leiden nach einer Infektion mit dem Corona-Virus noch lange nach der eigentlichen Erkrankung an Langzeitfolgen. Die Symptome sind vielfältig und ziehen teilweise massive Einschränkungen im Alltag nach sich. Eine Post-Covid-Reha, wie sie im Passauer Wolf angeboten wird, kann helfen.

Post-/Long-Covid Reha im Passauer Wolf – unter der Leitung von Experten

Die Rehabilitation für Patienten mit Long-Covid-Syndrom erfolgt sehr individuell, da die Symptome, die Betroffene durch die Covid-19-Erkrankung erworben haben, sehr vielfältig sein können. Im Passauer Wolf setzt man auf einen einen ganzheitlichen Therapieansatz und greift auf ein breites Behandlungsspektrum zurück. Im Rahmen einer neurologischen Rehabilitation können wir Long-Covid-Patienten mit gezielten Therapien helfen, die sich an den diagnostizierten Organschädigungen und Aktivitätslimitierungen ausrichten. Für schwerstbetroffene Patienten bieten wir eine frührehabilitative Behandlung an. Außerdem behandeln wir Patienten, die aufrund ihrer Covid-19-Erkrankung am Erschöpfungssyndrom (Fatigue-Syndrom) leiden oder bei denen mittelschwere bis schwere Gedächtnisstörungen als Folgeschäden auftreten, so dass die gewohnte Leistungsfähigkeit im Beruf und im Alltag nicht eigenständig erreicht werden kann. Hier können Sie den aktuellen Flyer herunterladen >.

Die richtige Reha kann Long-Covid-Patienten helfen.

Um die Kompetenz der jeweiligen Einrichtung bei einer Post-Covid-Reha sicherzustellen, hat das Reha-Portal qualitätskliniken.de den »Post-Covid-Check« ins Leben gerufen. Mit dem neuen Qualitätssiegel sollen Patienten direkt erkennen, welche Einrichtung für die Behandlung von Long-Covid geeignet ist. Um das Siegel zu erhalten, müssen die Kliniken Erfahrung in der Rehabilitation von Patienten mit Long-Covid nachweisen, über alle notwendigen medizinischen Fachrichtungen verfügen und entsprechende Anwendungen anbieten. Der Passauer Wolf erfüllt die Voraussetzungen.

Ärztliche Leitung

Portrait Dr. med. Oliver Meier, Neurologie Bad Griesbach

Dr. med. Oliver Meier

Passauer Wolf Bad Griesbach

patienten effektiv auf ihrem genesungsweg zu begleiten, ist uns ein anliegen.

»Symptome zu lindern ist nicht das einzige Ziel der Reha – wir möchten dabei helfen, Coping-Strategien zu entwickeln, die eine Rückkehr in einen selbstständigen Alltag ermöglichen.«

5 fragen rund um die reha bei post-/long-covid an dr. med. oliver meier

Dr. med. Oliver Meier: »Dass man auch nach einer überstandenen Covid-19-Infektion noch an länger anhaltenden Symptomen leiden kann, ist inzwischen gut bekannt. Neben pulmonalen und kardialen Langzeitfolgen – also Schädigungen, die die Lungenfunktion oder das Herz-Kreislaufsystem betreffen – beobachten wir leistungseinschränkende neurologische Defizite bei Menschen, die eine SARS-Cov-2-Infektion überstanden haben.

Häufig haben Betroffene mit neurologischen Symptomen wie dem Fatigue-Syndrom o. ä., kognitiven Beeinträchtigungen sowie mit einer allgemein verminderten Leistungsfähigkeit zu kämpfen. Auch emotionale Beeinträchtigungen wie Ängste spielen eine Rolle.

Diesen Patienten können wir im Rahmen einer neurologischen Rehabilitation beim Passauer Wolf Bad Griesbach helfen. Für schwerstbetroffene Patienten bieten wir eine frührehabilitative Behandlung (Phase B) an. Mittelschwer und leichter betroffene Patienten werden in den neurologischen Phasen C, bzw. D behandelt.«

Dr. Meier: »Bei der Behandlung der Langzeitfolgen einer Covid-Infektion ist unser Ziel, den Patienten effektiv auf dem Genesungsweg zu begleiten – wie bei jeder anderen Reha auch. Dabei ist unser Ziel nicht nur, Symptome zu lindern, sondern auch dabei zu helfen, Coping-Strategien zu entwickeln, die eine Rückkehr in einen selbstständigen Alltag ermöglichen. Im Passauer Wolf Bad Griesbach können u. a. zugrundeliegende Organschädigungen diagnostiziert werden (z. B. mittels Elektrophysiologie, Bildgebung). Zudem können Schädigungen und Aktivitätslimitierungen ermittelt werden, beispielsweise anhand standardisierter Assessment-Verfahren.

Nach Besprechung der Therapieziele mit den Betroffenen, insbesondere in Bezug auf Selbständigkeit im Alltag und der Möglichkeit der Rückkehr in ein Teilhabe-orientiertes Leben, werden im Behandlungsteam durch gezielte Therapien diese Ziele Schritt für Schritt durch einen multiprofessionellen Therapieansatz verfolgt. Im Passauer Wolf Bad Griesbach schöpft man aus einem breiten Spektrum an Behandlungsstrategien, darunter Physiotherapie, Atemtherapie, Ergotherapie, Physikalische Maßnahmen, neuropsychologische Behandlungsansätze und vielem mehr. So können wir individuell auf die Beschwerden eingehen.«

Dr. Meier: »Wie ich bereits erwähnt habe, leiden viele Betroffene nicht nur unter neurologischen Beschwerden. Gerade Patienten, die schwere Verläufe hinter sich haben, und vielleicht sogar auf der Intensivstation lagen, bedürfen einer interdisziplinären Behandlung, die Fachbereichs-übergreifend alle Symptome im Blick hat.

Hier profitieren Patienten von unserer Erfahrung im Passauer Wolf Bad Griesbach. Im Haus befindet sich neben der Neurologie auch die Innere Medizin/Kardiologie, sodass die Expertise bei Einschränkungen der Lungenfunktion und des Herz-Kreislauf-Systems einfließen kann. Zudem ist die Verbindung zur geriatrischen Rehabilitation, also der Behandlung von mehrfacherkrankten älteren und meist hochvulnerablen Patienten hilfreich.«

Dr. Meier: »Wir unterscheiden hier zwischen zwei Wegen, die zu einer Reha nach einer Covid-Infektion führen. Zum einen gibt es die Anschlussheilbehandlung, also eine Rehabilitation direkt nach dem Aufenthalt im Krankenhaus. Darüberhinausgehend kann man auch aufgrund von Langzeitfolgen eine Reha machen. Überwiegend sind hier neurologische Einschränkungen ausschlaggebend für einen Aufenthalt beim Passauer Wolf.«

Für Berufstätige gilt, dass eine drohende Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit in der Regel eine Rehabilitationsmaßnahme rechtfertigt. In diesem Fall ist die Deutsche Rentenversicherung Träger der Rehabilitationsmaßnahme. Sofern Sie nicht mehr erwerbstätig sind, wird die Rehabilitation bei den Krankenkassen beantragt. Bei der Beantragung kann Sie Ihr Haus- oder Facharzt unterstützen. Waren Sie zuvor im Krankenhaus, dann sind der Klinikarzt und der Sozialdienst der Akutklinik die richtigen Ansprechpartner.

Alle Infos dazu, wie Sie eine Reha beantragen können, finden Sie hier >. Bei Fragen oder bei Unterstützungsbedarf sind wir gerne für Sie da.

»man kommt da wirklich wieder raus.«

Nach einer Covid-Erkrankung und einer langen, fordernden Post-Covid-Phase kämpft sich Elina Miroschin zurück ins aktive Leben.

wissenswertes zu me/cfs

Was genau versteht man unter ME/CFS – und wodurch unterscheidet es sich von »normaler« Erschöpfung oder Burnout?

E/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom. Betroffene leiden unter einer tiefgreifenden Erschöpfung, die weit über das hinausgeht, was gesunde Menschen als Müdigkeit kennen, und oft zu einem Bruch im bisherigen Leben führt. Die »normale« Erschöpfung folgt als angemessene Reaktion auf eine starke Anstrengung, bei mehr oder weniger normaler Belastbarkeit. Die Erholung erfolgt ebenfalls in einem angemessenen Zeitraum. Wesentliches Merkmal von ME/CFS hingegen ist eine unverhältnismäßig starke und lang anhaltende Erschöpfung auch schon nach relativ leichten Anstrengungen körperlicher, geistiger oder seelischer Art, die vor Beginn der Erkrankung keine vergleichbare Reaktion ausgelöst hätten.

Welche neurologischen Erkenntnisse gibt es aktuell über die Entstehung und mögliche Auslöser von ME/CFS?

Der Erkenntniszuwachs ist seit COVID-19 enorm. Aber es sind viele Einzelbefunde. Die spannende Aufgabe ist, das alles unter einen Hut zu bringen. Dabei ist es wichtig, sich klarzumachen, wie viel in unserem Körper miteinander zusammenhängt. Bei ME/CFS gibt es Grabenkämpfe zwischen somatischen und psychischen Erklärungsmodellen, die völlig abwegig sind, denn Körper und Psyche sind zwei Seiten derselben Medaille. ME/CFS tritt meistens im Nachgang einer Infektion auf, wenn »etwas« im Immunsystem nicht mehr zurück in die Balance findet. Das Immunsystem kommuniziert mit dem Nervensystem, in dem ebenfalls anhaltende Funktionsveränderungen auftreten. Das beeinflusst sich gegenseitig, und findet seinen Ausdruck darin, zu welchem Wollen, Denken und Empfinden das Hirn uns befähigt. Es ändert auch die Lebensbedingungen unserer Darmbakterien und deren Zusammensetzung, was wiederum Auswirkungen auf Immun- und Nervensystem hat. Und natürlich können in der Kommunikation zwischen Nervensystem und Körper auch Missverständnisse auftreten, die sich dann als Funktionelle Störungen äußern. Dieses Durcheinander bietet sehr viele Ansatzpunkte zur Behandlung, von denen keiner generell besser oder richtiger ist als ein anderer, die aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich gut funktionieren.

ME/CFS ist ein Syndrom, nicht eine einheitliche Krankheit. Das »C« für chronisch weist darauf hin, dass das erfahrungsgemäß eine lang anhaltende Belastung ist. Eine Reha kann hilfreich sein, da man aus der Fülle der Erklärungsmodelle und Behandlungsansätze mit einem multiprofessionellen Team herausfinden kann, was für die einzelnen Betroffenen geeignet ist. Schwierig ist es manchmal, dass die Rahmenbedingungen des Klinikbetriebs, also vorgegebene Termine, viele Menschen, Lärm etc., eine kritische Belastung für die Patienten darstellen können. Im Passauer Wolf versucht man die Reha-Zeit so zu gestalten, dass Menschen auch mit eingeschränkter Belastbarkeit in die Lage versetzt werden, Energieressourcen und Zuversicht aufzubauen und Kraft aus dem Erleben von Selbstwirksamkeit zu ziehen.

Was versteht man unter »Pacing« und warum spielt es eine wichtige Rolle bei der Behandlung?

Pacing meint, Pausen zu machen, bevor man sie braucht. Sich seine Energie so einzuteilen, dass man möglichst viel von dem, was ansteht, erreicht, ohne diese charakteristischen extremen Erschöpfungszustände zu erleiden. Das Ziel ist, im Lauf der Zeit mehr und mehr Abstand von dieser Klippe zu gewinnen, und sich wieder Spielräume zu verschaffen. Das erfordert Geduld und Ausdauer von Patienten und Behandlern.

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