Reha nach einem
Schlaganfall
Reha nach Schlaganfall – viermal in Bayern
Nach einem Schlaganfall behandeln wir schwer betroffene Patienten in der Akutphase in Bad Griesbach und Nittenau bereits ab der neurologischen Frührehabilitation. Darüber hinaus begleiten wir an allen vier Standorten des Passauer Wolf in Bayern den Genesungsverlauf während der Reha nach einem Schlaganfall. Dabei ist es ganz entscheidend, möglichst schnell eine Verbesserung der Hirnfunktionen zu erreichen. Die aktive Einbeziehung der Angehörigen ist uns dabei sehr wichtig. In unseren neurologischen Abteilungen kann diese Betreuung über alle Rehabilitationsphasen nahtlos weitergeführt werden. So kann der Therapieverlauf direkt auf dem erzielten Fortschritt aufbauen. Da sich die Beeinträchtigungen nach einem Schlaganfall sehr unterschiedlich zeigen, greifen unsere multiprofessionellen Teams unter fachärztlicher Leitung auf die Vielzahl unserer Behandlungsmöglichkeiten zu und fördern gezielt die körperlichen und mentalen Funktionen.
So läuft die Behandlung nach dem Schlaganfall ab
Ganz entscheidend ist es, frühzeitig mit einer gezielten Rehabilitation zu beginnen. Die intensive Behandlung umfasst in der Akutphase die Überwachung lebenswichtiger Funktionen wie umfassendes Monitoring, die apparative Verlaufsdiagnostik und die intensive medikamentöse Therapie. Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten arbeiten während der Rehabilitation berufsübergreifend im Team, um bestmögliche Abläufe zu ermöglichen. Die pflegerische Betreuung – beispielsweise im Rahmen der neurologischen Frührehabilitation – reicht von der Intensivpflege und basaler Stimulation bis zur intensiven Reha-Pflege und beinhaltet auch das Wundmanagement. Therapeutisch schöpfen wir aus einem breiten Spektrum. Orientierend an den Fähigkeitseinschränkungen kombinieren wir die Behandlungen, darunter Physio- und Ergotherapie, Physikalische Therapien sowie die Neuropsychologie und Psychologie.
Die Phasen der Schlaganfall-Reha
In der Neurologischen Rehabilitation gibt es ein so genanntes Phasenmodell. Die Rehabilitationsphase richtet sich nach dem individuellen Hilfebedarf des Patienten. Nimmt die Selbstständigkeit während der Behandlung nach einem Schlaganfall zu, kann es im Verlauf der Rehabilitation zu einem Wechsel in die nächste Phase kommen. Bei sehr schnellen Fortschritten können auch Phasen übersprungen werden. Im Passauer Wolf begleiten wir Patienten in folgenden Phasen:
Phase B - Neurologische Frührehabilitation:
In der Neurologischen Frührehabilitation wird eine intensive Behandlung und Rehabilitation mit ärztlichen und therapeutischen Schwerpunkten durchgeführt, die neben einer intensiven Behandlung auch die Überwachung lebenswichtiger Funktionen, die apparative Verlaufsdiagnostik und die medikamentöse Therapie umfasst. Hinzu kommt die aktivierende und stimulierende Pflege. Die Neurologische Frührehabilitation bieten wir in Bad Griesbach und Nittenau an.
PHASE C - WEITERFÜHRENDE REHABILITATION:
Während der weiterführenden Reha benötigen Betroffene in der Alltagsbewältigung nicht mehr so viel Hilfe wie in Phase B, sodass die (Teil-) Mobilisierung und Wiederherstellung der Selbstständigkeit im Vordergrund stehen. Die weiterführende Rehabilitation nach einem Schlaganfall bieten wir viermal in Bayern an: In Bad Griesbach, Nittenau, Bad Gögging und Ingolstadt
PHASE D - ANSCHLUSSREHABILITATION:
Die Rehabilitationsziele richten sich nach den Maßgaben der Deutschen Rentenversicherung. Ziele sind die Minderung bestehender Behinderungen und Fehlhaltungen. Die rein medizinische Rehabilitation endet mit der Phase D. Die Anschlussrehabilitation nach einem Schlaganfall bieten wir ebenfalls viermal in Bayern an: In Bad Griesbach, Nittenau, Bad Gögging und Ingolstadt.
Ärztliche Leitung
Prof. Dr. med. Tobias Wächter
Passauer Wolf Bad Gögging
Dr. med. Oliver Meier
Passauer Wolf Bad Griesbach
Dr. med. Rainer Dabitz
Passauer Wolf Ingolstadt
Dr. med. univ. Morad Siahidoozazar
Passauer Wolf Nittenau
Dr. med. Luise Goodwin
Passauer Wolf Nittenau
Kontakt
BAD GRIESBACH
NITTENAU
BAD GÖGGING
INGOLSTADT
Reservierung Neurologie
Wissenswertes zum Schlaganfall im Überblick
Bei einem Schlaganfall handelt es sich um eine plötzliche Störung der Durchblutung im Gehirn. Mediziner sprechen von einem Apoplex, einer Apoplexia cerebri oder einer Apoplexie. In der Umgangssprache ist häufig auch von einem Hirnschlag die Rede. Schlaganfälle zeichnen sich durch eine massive Fehlfunktion des Gehirns aus, die zu einer andauernden Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen führt. Aufgrund des Sauerstoffmangels kommt es dabei bereits nach zehn bis fünfzehn Minuten zu einem Absterben von Gehirngewebe.
Seinen Namen hat der Schlaganfall zu Recht: Er kommt ohne Vorwarnung, schlagartig. Auf einmal fühlt sich eine Körperhälfte oder auch nur ein Arm oder Bein taub an oder es kommt zu Lähmungserscheinungen. Gleichgewichtsstörungen treten auf oder Sprach- oder Sehstörungen. Bei solchen Symptomen gilt: Sofort die 112 wählen. Sagen Sie dem Rettungsdienst schon am Telefon, dass ein Schlaganfall-Verdacht besteht. Er ist dann auf den direkten Transport in Schlaganfall-Spezialstationen vorbereitet. Laden Sie sich die FAST-App > herunter, um einen Schlaganfall leicht zu erkennen.
Zwei Ursachen lösen einen Schlaganfall aus: Bei 80 Prozent der Betroffenen verschließt ein Gerinnsel ein Blutgefäß, welches das Gehirn versorgt. Bei 20 Prozent ist eine Blutansammlung im Gehirn die Ursache, etwa durch ein geplatztes Blutgefäß. In beiden Fällen ist die Durchblutung des Gehirns massiv gestört. Nervenzellen werden nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt und beginnen abzusterben. Schnelle Hilfe ist extrem wichtig.
Ein Schlaganfall stellt eine massive Beeinträchtigung für den menschlichen Körper dar, die zu verschiedenen neurologischen Störungen und Ausfällen führt. Art und Intensität der Symptome variieren je nach körperlicher Verfassung des Patienten und dem Ort, an dem der Hirnschlag auftritt. Zu den häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls gehört ein akut auftretendes Lähmungs-, Schwäche- oder Taubheitsgefühl auf einer Körperseite. So kommt es bei einigen Betroffenen zu herabhängenden Mundwinkeln oder Augenlidern, gelähmten Armen oder eingeschlafenen Füßen.
Dabei treten die Ausfallerscheinungen stets auf der Körperseite auf, für die die angeschlagene Gehirnseite zuständig ist. So bilden Ausfälle der linken Körperseite ein Indiz für einen Schlaganfall auf der rechten Hirnhälfte und umgekehrt. Einige Betroffene erleiden aufgrund des Schlaganfalls eine Lähmung aller vier Extremitäten (Tetraparese). Darüber hinaus gehören auch Sehstörungen zu den klassischen Symptomen eines Hirnschlags. Die betroffenen Patienten sehen Doppelbilder, haben ein verkleinertes Gesichtsfeld, klagen über ein verschwommenes Bild oder verlieren ihre Sehkraft gänzlich. Ferner gelten auch die folgenden Anzeichen als typische Symptome: allgemeines Schwächegefühl, Bewusstseinstörungen, Empfindungsstörungen, Kopfschmerzen, starkes Schwindelgefühl und Sprachstörungen.
Ein Hirnschlag tritt schlagartig, also plötzlich auf. Nichtsdestotrotz konnten Mediziner nachweisen, dass sich bei einem Drittel der Patienten ein Schlaganfall durch eine transitorische ischämische Attacke (TIA) ankündigt. Diese führt zu einem zeitlich begrenzten Auftritt der typischen Symptome eines Schlaganfalls. Die Betroffenen leiden dabei für ca. 24 Stunden unter Lähmungen, Sprach-, Empfindungs-, Bewusstseins- oder Sehstörungen. Im Gegensatz zu einem echten Schlaganfall verschwinden die Symptome allerdings wieder.
Jeder Schlaganfall ist ein Notfall, der einer umgehenden Behandlung bedarf. Bereits bei einem bloßen Verdacht sollte deshalb sofort ein Notarzt gerufen werden. Dieser überprüft zunächst die Vitalfunktionen des Patienten. Sofern der Patient ansprechbar ist, erfragt der behandelnde Arzt die aufgetretenen Symptome. Im Krankenhaus sind Neurologen für die Behandlung von Schlaganfallpatienten zuständig. Der Facharzt prüft die Koordinationsfähigkeit, die Berührungsempfindung sowie das Seh-, Berührungs- und Sprachvermögen.
Eine wirklich belastbare Diagnose ist nur mit Hilfe bildgebender Verfahren möglich. In der Regel veranlassen die behandelnden Ärzte deshalb sofort eine Computertomografie des Kopfes (sogenannte kraniale CT). Die durch dieses Verfahren gewonnenen Bilder des Schädelinnern geben Aufschluss darüber, ob ein Verschluss der Gefäße oder eine Hirnblutung den Schlaganfall ausgelöst hat. Die kraniale CT wird in der Regel durch eine Darstellung der Gefäße (CT-Angiografie) oder eine Messung der Durchblutung (CT-Perfusion) ergänzt. Anstelle einer kranialen CT kann auch eine Kernspin- oder Magnetresonanztomografie (MRT) angeordnet werden, da auch dieses Verfahren Erkenntnisse aus dem Schädelinnern liefert.
Vereinzelt führen Ärzte auch eine separate Röntgenuntersuchung der Gefäße durch. Diese sogenannte Angiografie ist wichtig, um bestehende Missbildungen der Gefäße oder Gefäßlecks sichtbar zu machen. Darüber hinaus erfordert ein Schlaganfall eine umfassende Untersuchung der Funktions- und Leistungsfähigkeit des Herzens. Eine Elektrokardiografie (EKG) oder ein Langzeit-EKG zählen deshalb zu den üblichen diagnostischen Mitteln. Ferner sind auch diverse Blutuntersuchungen wichtig, um den Verdacht auf einen Apoplex zu bestätigen bzw. näher abzuklären. Untersucht werden insbesondere das Blutbild, die Blutgerinnung, die Blutzuckerwerte, der Elektrolythaushalt sowie die Nierenwerte.
Ganz entscheidend ist es, frühzeitig mit einer gezielten Rehabilitation zu beginnen. Die intensive Behandlung umfasst in der Akutphase die Überwachung lebenswichtiger Funktionen wie umfassendes Monitoring, die apparative Verlaufsdiagnostik und die intensive medikamentöse Therapie. Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten arbeiten während der Rehabilitation berufsübergreifend im Team, um bestmögliche Abläufe zu ermöglichen. Die pflegerische Betreuung - beispielsweise im Rahmen der neurologischen Frührehabilitation – reicht von der Intensivpflege und basaler Stimulation bis zur intensiven Reha-Pflege und beinhaltet auch das Wundmanagement. Therapeutisch schöpfen wir aus einem breiten Spektrum. Orientierend an den Fähigkeitseinschränkungen kombinieren wir die Behandlungen, darunter Physio- und Ergotherapie, Physikalische Therapien sowie die Neuropsychologie und Psychologie.
Die Behandlung eines Schlaganfalls erfordert besondere Fachkenntnisse. Deshalb sollte sie im Idealfall in einer Spezialabteilung (einer sogenannten Stroke Unit) erfolgen. Da es bei einem Schlaganfall zu einer Unterversorgung des Gehirns kommt, sterben Hirnzellen besonders schnell ab. Behandlungsschritte müssen so schnell wie möglich eingeleitet werden, um das Ausmaß der Schäden gering zu halten.
Im Rahmen der ärztlichen Akutbehandlung werden die Vitalfunktionen des Patienten kontrolliert und stabilisiert. Darüber hinaus werden auch die folgenden Parameter überwacht: Atmung, Blutdruck, Blutzucker, Herzfrequenz, Körpertemperatur, Hirn- und Nierenfunktion und der Wasser- und Elektrolythaushalt.
Behandlung ischämischer Schlaganfälle
Ischämische Schlaganfälle werden durch die sogenannte Lyse-Therapie (Thrombolyse) behandelt. Diese ist darauf gerichtet, den Gefäßverschluss durch gerinnselauflösende Medikamente (Thrombolytika) zu beheben. Hierdurch sollen so viele Nervenzellen wie möglich gerettet werden. Die Medikamente werden in der Regel durch eine Infusion verabreicht wird. Neben der Lyse-Therapie kommt auch eine mechanische Beseitigung des Blutgerinnsels in Betracht. Im Rahmen einer Thrombektomie schieben Ärzte unter Röntgenkontrolle einen dünnen Katheter über eine Arterie in der Leiste bis zum Gerinnsel im Gehirn vor. Die Entfernung des Gerinnsels erfolgt sodann mit feinen Instrumenten. Heute entspricht es dem medizinischen Standard, Thrombektomie und Lyse-Therapie zu verbinden.
Behandlung hämorrhagischer Schlaganfälle
Hämorrhagische Schlaganfälle, die auf eine Hirnblutung zurückzuführen sind, werden weder durch Thrombektomie noch durch eine Lyse-Therapie behandelt. Bei kleineren Hirnblutungen reicht es aus, Aktivitäten zu vermeiden, die zu einem Druckanstieg im Kopf führen. Ausgedehnte Hirnblutungen bedürfen hingegen einer Operation. Bei dieser wird der Schädel des Patienten geöffnet, um den Bluterguss auszuräumen und die blutende Stelle zu verschließen.
Im Zentrum der einzuleitenden neurologischen Rehabilitationsmaßnahmen steht stets die Rückkehr zum Alltag. Die Betroffenen sollen trotz der Folgen des Schlaganfalls in ein eigenständiges Leben zurückfinden. An allen Passauer Wolf Standorten unterstützen wir Patienten dabei im Rahmen einer neurologischen Rehabilitation. Dabei schöpfen wir aus einem breiten Spektrum an Therapien: Den motorischen Störungen kann eine Ergotherapie entgegenwirken. Um den Umgang mit Lähmungen zu erlernen, kann Physiotherapie hilfreich sein. Sprachstörungen therapiert ein Logopäde. Der Umgang mit Hilfsmitteln wird trainiert. Betroffene sollten sich darauf einstellen, dass Schlaganfälle stets eine langfristige Therapie erfordern. Die Zeit nach der Reha haben während des Aufenthalts im Passauer Wolf selbstverständlich im Blick.
Ein Schlaganfall stellt eine massive Beeinträchtigung für den menschlichen Körper dar, die zu verschiedenen neurologischen Störungen und Ausfällen führt. Art und Intensität der Symptome variieren je nach körperlicher Verfassung des Patienten und dem Ort, an dem der Hirnschlag auftritt. Zu den häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls gehört ein akut auftretendes Lähmungs-, Schwäche- oder Taubheitsgefühl auf einer Körperseite. So kommt es bei einigen Betroffenen zu herabhängenden Mundwinkeln oder Augenlidern, gelähmten Armen oder eingeschlafenen Füßen.
Dabei treten die Ausfallerscheinungen stets auf der Körperseite auf, für die die angeschlagene Gehirnseite zuständig ist. So bilden Ausfälle der linken Körperseite ein Indiz für einen Schlaganfall auf der rechten Hirnhälfte und umgekehrt. Einige Betroffene erleiden aufgrund des Schlaganfalls eine Lähmung aller vier Extremitäten (Tetraparese). Darüber hinaus gehören auch Sehstörungen zu den klassischen Symptomen eines Hirnschlags. Die betroffenen Patienten sehen Doppelbilder, haben ein verkleinertes Gesichtsfeld, klagen über ein verschwommenes Bild oder verlieren ihre Sehkraft gänzlich. Ferner gelten auch die folgenden Anzeichen als typische Symptome: allgemeines Schwächegefühl, Bewusstseinstörungen, Empfindungsstörungen, Kopfschmerzen, starkes Schwindelgefühl und Sprachstörungen.
Ein Hirnschlag tritt schlagartig, also plötzlich auf. Nichtsdestotrotz konnten Mediziner nachweisen, dass sich bei einem Drittel der Patienten ein Schlaganfall durch eine transitorische ischämische Attacke (TIA) ankündigt. Diese führt zu einem zeitlich begrenzten Auftritt der typischen Symptome eines Schlaganfalls. Die Betroffenen leiden dabei für ca. 24 Stunden unter Lähmungen, Sprach-, Empfindungs-, Bewusstseins- oder Sehstörungen. Im Gegensatz zu einem echten Schlaganfall verschwinden die Symptome allerdings wieder.
Bei den Risikofaktoren für einen Schlaganfall unterscheidet man Lebensstil-bedingte Faktoren wie z. B. Rauchen, hohen Alkoholkonsum, Übergewicht, Fehlernährung, Bewegungsmangel oder psychosozialen Stress und Depressionen gegenüber klinischen Faktoren wie einer Erkrankung mit Diabetes mellitus, ungünstigen Blutfettkonstellationen, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen.
Wenn bei Ihnen einer oder mehrere dieser Risikofaktoren diagnostiziert werden, dann ergibt sich daraus eine Notwendigkeit zur Veränderung des persönlichen Verhaltens gegenüber der eigenen Gesundheit. Denn ca. 70% aller Schlaganfälle gelten als vermeidbar, wenn man einen persönlichen Beitrag leistet mit z. B. 30 Minuten Bewegung und Sport pro Tag, gesunder Ernährung, dem Verzicht auf Nikotin, der Gewichtsregulation, dem besonnene Umgang mit Alkohol oder auch einer Kompensation und einem bewussten Umgang mit Stress, insbesondere des Tages- und Schlafrhythmus.
Festzuhalten bleibt, dass mit Abstand der gefährlichste und auch zum Teil verborgene Faktor in Deutschland der Bluthochdruck ist. Die Häufigkeit von Bluthochdruck steigt mit zunehmenden Lebensalter. In Deutschland hat fast jeder Dritte Bluthochdruck und die einzige Möglichkeit, das zu erfahren, liegt darin, den eigenen Blutdruck regelmäßig zu messen.
Infektionen im Körper führen zu Veränderungen hinsichtlich Körpertemperatur, dem Flüssigkeitshaushalt im Körper, den Veränderungen in der Blutzusammensetzung bis hin zu der Ausschüttung bestimmter Faktoren, die das Blutgerinnungssystem verändern. Diese können einen Schlaganfall begünstigen oder sogar auslösen. Infektionen können dies auf ganz unterschiedliche Weise tun.
Hierbei muss man unterscheiden, ob eine Infektion durch z. B. Bakterien oder wie auch aktuell durch eine Coronavirus-Infektion bedingt ist, oder durch autoimmune Prozesse, also solche Prozesse, bei denen der eigene Körper nicht mehr zwischen fremd und eigen unterscheiden kann und die Antikörper gegen körpereigene Strukturen bildet. Jegliche dieser Ursachen erhöht das Risiko auf einen möglichen Schlaganfall. Des Weiteren bleibt festzuhalten, dass - je nach Lebensalter - unterschiedliche Faktoren einen Rolle spielen. So muss man z. B. bei jüngeren Patienten mit Schlaganfällen und Infektionsauffälligkeiten intensive Blutuntersuchungen sowie auch weiterführende Spezialuntersuchungen durchführen, um seltenen Ursachen wie eine immunbedingte Entzündung der Gefäßinnenwände (Vaskulitis) auszuschließen. Daher gilt es, auch bei Allgemeinsymptomen, z. B. Fieber und körperlichen Beschwerden wie Muskelschmerzen in dieser Kombination, jedes Mal ernst zu nehmen. Dann ist körperliche Schonung sowie der Kontakt zum Hausarzt hinsichtlich der Abklärung möglicher Infektionen wichtig.
Wenn Nerven geschädigt werden, beispielsweise durch bestimmte Erkrankungen oder Verletzungen, kann die Kommunikation zwischen Muskulatur, Gehirn und Nerven nicht mehr richtig funktionieren. Die Folge davon sind Störungen hinsichtlich der Empfindung und Bewegung im jeweiligen Körperteil. Diese bezeichnet man dann als Lähmungserscheinungen - oder eben Paresen.
Es gibt im Bereich der Paresen mehrere Unterkategorien. So betrifft eine Monoparese jeweils nur ein Bein oder einen Arm. Unter einer Diparese versteht man hingegen die unvollständige Lähmung von zwei Gliedmaßen. Die Tetraparese ist gekennzeichnet durch eine Bewegungsunfähigkeit beider Beine und Arme. Eine Hemiparese bedeutet hingegen eine teilweise halbseitige Lähmung des gesamten Körpers. Die Dauer der Parese ist abhängig von der jeweiligen Ursache. Sie kann zwischen zwei bis drei Wochen variieren oder dauerhaft bestehen bleiben. Sollte ein Skelettmuskel vollständig gelähmt sein, sprechen Mediziner von einer Plegie.
Abhängig von den Ursachen sowie den Krankheitsverläufen sind verschiedene Symptome bei Betroffenen zu beobachten. Ganz allgemein ist es Patienten, die unter einer Parese leiden, nicht mehr möglich, ihre körperliche Kraft in den von der Parese betroffenen Bereichen vollständig einzusetzen. Die Folge davon sind Missempfindungen oder Gefühlsstörungen. Beine, Füße, Arme oder Hände können von Brennen, Taubheit oder Kribbeln betroffen sein. Zum Teil ist es Personen, die unter einer Parese leiden, unmöglich, Berührungen, Kälte oder Hitze in den betroffenen Bereichen zu spüren. Zusätzlich kann auch das Schmerzempfinden deutlich verringert wahrgenommen oder komplett aufgehoben sein. Neben der Schädigung der motorischen Nerven tritt dabei auch eine Störung sensibler Nervenfasern auf. Zu den weiteren Symptomen einer Parese zählen starke Kopfschmerzen, Beeinträchtigungen des Sprach- oder Sehzentrums, Fieber oder Übelkeit.
In den meisten Fällen liegt die Ursache für eine Parese in einem plötzlichen Ereignis wie einem Unfall oder einem Schlaganfall. Insbesondere Verletzungen im Bereich des Kopfes oder des Rückenmarks können zu einer Parese führen. Außerdem sind auch Infekte wie Entzündungen der Nerven und Muskeln oder eine Borreliose Grund für das Auftreten einer Parese. Auch angeborene Erkrankungen wie Muskelschwund oder ein Tumor können Ursache für eine Parese sein. Ebenso ist die Erkrankung Multiple Sklerose häufig eine Ursache für das Auftreten von Paresen. Sogar eine Migräne kann verantwortlich für entsprechende Lähmungserscheinungen in verschiedenen Körperregionen sein.
Darüber hinaus können Verletzungen durch eine Operation oder Einklemmungen Grund für das Auftreten von Paresen sein, sofern Nerven mechanisch geschädigt wurden. In seltenen Fällen können einige Gifte Schädigungen der Nerven bewirken, beispielsweise Bakteriengift bei einer Lebensmittelvergiftung. Sollte eine psychische Erkrankung der Auslöser für die Parese sein, wird in der Medizin von einer sogenannten psychogenen Parese gesprochen.
Besonders häufig: Parese nach einem Bandscheibenvorfall. Die Bandscheiben befinden sich zwischen den Wirbeln und sind gewissermaßen die Stoßdämpfer der Wirbelsäule. Wenn der Mantel der Bandscheibe reißt, kann dies dazu führen, dass der Kern der Bandscheibe auf das Rückenmark drückt. Hierdurch lassen sich dann unterschiedliche Beschwerden erklären, wie unter anderem Lähmungserscheinungen. Fällt der Bandscheibenvorfall nur gering aus, sind die betroffenen Nerven in der Lage, sich von selbst zu regenerieren. Bei schweren Bandscheibenvorfällen ist es hingegen notwendig, die Auswirkungen durch Operationen oder konservative Therapien umfangreich zu behandeln.
Brauche ich für meine Rehabilitation vorab eine Kostenzusage des Kostenträgers?
Es gibt Ausnahmen. In bestimmten Fällen greifen vereinfachte Verfahren und nicht immer ist eine Kostenzusage des Kostenträgers vor der Rehabilitation notwendig.
Besonderheiten der Schlaganfall-Reha
Erfolge sichtbar machen
Ihr Ziel ist unser gemeinsames Ziel. Wir halten es über die ganze Strecke transparent für Sie. Von Stolpersteinen lassen wir uns nicht aufhalten. Und falls Sie selbst die kleinen Erfolge, die Sie während Ihrer Reha erzielen, übersehen, können Sie sich sicher sein: Uns fallen sie auf und wir zeigen Ihnen was Sie schon geschafft haben. Denn Fortschritt ermutigt und bestärkt – auch uns. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!
Visite unterwegs
Den Aufenthalt für unsere Gäste so effektiv wie möglich zu gestalten, ist für uns sehr wichtig. Dazu gehen wir auch mal ganz neue Wege – wortwörtlich. So hat Dr. med. Oliver Meier, Ärztlicher Direktor im Passauer Wolf Bad Griesbach, damit begonnen, die Visite für mobile Patienten nach draußen zu legen.
Wie Sie sich das vorstellen können? Ganz einfach: Sie spazieren mit dem Arzt auf ruhigen, grünen Wegen durch das malerische Bad Griesbach. Natürlich nur wenn Sie das wollen. Aber eines ist sicher: Bewegung hilft Schlaganfällen vorzubeugen und hat unzählige weitere gesundheitsfördernde Effekte. Jede Gelegenheit zur Bewegung auszunutzen legen wir Ihnen dringend ans Herz – z. B. mit unserer Visite im Grünen.
Mehr als nur Reha
Patienten, die im Rahmen der Neurologischen Frührehabilitation zu uns kommen, haben davor häufig einige Zeit liegend in Intensivzimmern verbracht und damit sehr lange eigentlich nur die Zimmerdecke des Krankenhauses betrachten können. Auch für diese schwer betroffenen Gäste möchten wir etwas Abwechslung in den Reha-Alltag bringen. Wie uns das gelingt? Beispielsweise projizieren wir im Passauer Wolf Bad Griesbach einen wunderbaren weiß-blauen Himmel an die Zimmerdecke, sähen so Motivation zum weitermachen – und ernten dafür so manches lächeln. Da haben wir alle was davon.
manfred graws härtester aufstieg
Nach einem Schlaganfall kämpft sich Manfred Graw zurück ins Leben und zu seiner Leidenschaft – dem Bergwandern.
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