Skip links
Schluckdiagnostik

Hilfe bei Schluckproblemen: Moderne Diagnostik im Passauer Wolf

Schlucken ist ein komplexer Vorgang, der von zahlreichen Nerven und mehr als 30 Muskeln gesteuert wird. Im Passauer Wolf legen wir großen Wert auf eine präzise Diagnose und effektive Behandlung, um die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern und sie dabei zu unterstützen, eine sichere und angenehme Nahrungsaufnahme zu gewährleisten. Dabei kombinieren wir modernste diagnostische Methoden mit individuell abgestimmten Therapieansätzen, um den spezifischen Bedürfnissen unserer Gäste gerecht zu werden.

Ursachen und Folgen von Schluckstörungen

Neurologische Erkrankungen wie ein Schlaganfall oder Morbus Parkinson können die Fähigkeit zu schlucken stark beeinträchtigen, indem sie die präzise Koordination der Muskeln und Nerven, die für den Schluckvorgang unerlässlich sind, einschränken. Eine solche Störung – auch bekannt als Dysphagie – kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich mindern und zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Dazu zählen Mangelernährung und Dehydrierung, die entstehen, wenn der Nahrungstransport vom Mund in den Magen erschwert wird. Zudem erhöht sich das Risiko einer Aspiration, bei der Nahrung oder Flüssigkeit in die Atemwege gelangt und letztendlich zur Lebensgefahr werden kann.

Moderne Schluckdiagnostik mit dem FEES-Verfahren

Um eine exakte Diagnose zu stellen und die geeignete Therapie zu planen, wird im Passauer Wolf die moderne Schluckdiagnostik namens Fiberendoskopische Evaluation des Schluckens (kurz: FEES) genutzt. Die Methode hat sich als besonders effektiv erwiesen, um die Ursachen von Schluckstörungen zu identifizieren und gezielt zu behandeln.

FEES ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem ein flexibles Endoskop durch die Nase eingeführt wird, um den Schluckvorgang direkt zu beobachten. Durch die direkte Visualisierung können die behandelnden Ärzte den Schluckakt in Echtzeit beobachten und potenzielle Probleme wie Aspiration von Nahrung in die Atemwege erkennen. Die Methode kann im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren in der natürlichen Umgebung des Patienten durchgeführt werden, was eine realistische Beurteilung der Schluckfähigkeit ermöglicht. Außerdem können während der Untersuchung verschiedene Konsistenzen von Nahrung und Flüssigkeit getestet werden, um spezifische Schluckstörungen zu identifizieren. Das Verfahren ist für den Patienten in der Regel schmerzfrei und birgt nur ein geringes Risiko von Komplikationen. Darüber hinaus wird der Patient keiner Strahlenbelastung ausgesetzt. »In der Abteilung Phoniatrie des Passauer Wolf haben wir die bewährte endoskopische Dysphagiediagnostik zu einer Mehrfarben-Schluckuntersuchung (MCFEES) weiterentwickelt«, erklärt Hansjörg Kramer, Chefarzt Phoniatrie im Passauer Wolf Bad Gögging. »Ein entscheidender Vorteil dieser Methode für den Patienten liegt in der zeitgleichen Demonstration des Schluckvorgangs am Videobildschirm.«

Nach der Diagnose einer Schluckstörung wird ein individuelles Therapieprogramm erstellt, das auf den spezifischen Bedürfnissen des Patienten basiert. Dieses kann Schlucktherapie, Anpassung der Ernährung und in manchen Fällen auch medizinische oder chirurgische Eingriffe umfassen. Die Kombination von neurologischer Expertise und moderner Diagnostik wie der MCFEES-Methode ermöglicht es uns im Passauer Wolf, Schluckstörungen präzise zu diagnostizieren und effektiv zu behandeln.