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Mein Tag an der Berufsfachschule für Physiotherapie

An einem Tag als Schüler der PASSAUER WOLF Berufsfachschule für Physiotherapie gibt es wie überall ruhige und aufregendere Tage. Es ist ein auf und ab. Jeden Tag lernt man etwas Neues, etwas Unbekanntes. Und dennoch hat jeder Tag seinen besonderen Reiz. 

Es ist Donnerstag Morgen. 06:50 Uhr, der Wecker klingelt.

Ich will nicht aufstehen, was aber eher daran liegt, dass ich kein Mensch bin, der gerne aufsteht. Wer kennt das nicht. Und trotzdem: Raus aus dem Bett und erst einmal anziehen und so weiter. Dann den frischen Café in den Thermobecher. Es ist 07:35 Uhr, noch genug Zeit um pünktlich ins Praktikum zu kommen. Da ich nur 10 Minuten bis in die Neurologie-Abteilung des Hauses von mir aus brauche, habe ich auch keinen Stress. Beginn der alltäglichen Morgenbesprechung ist 08:00 Uhr. Was bedeutet, man sollte möglichst etwas früher anwesend sein, um sich noch umzuziehen. Also in Ruhe umziehen und in den Schülerraum. 

Um einen kurzen Überblick zu geben: Unsere Schule besteht aus drei Klassen. Dem Unter-, Mittel- und Oberkurs. Ich bin schon im Oberkurs. Das ist mein letztes Jahr kurz vor dem Examen. Man beginnt sein Praktikum im ersten Jahr ab Juli. Das heißt, wenn sich der Unterkurs seinem ersten Praktikumstag stellt, endet das Praktikum für den Oberkurs. Somit sind immer nur zwei Kurse im Praktikum. Es gibt insgesamt fünf Praktika die man einige Male durchläuft: Orthopädie, Innere, Neurologie, Chirurgie, Sport/Pädiatrie. Innere, Pädiatrie und Chirurgie sind in Landshut.

Dort fährt man mit den schuleigenen Bussen kostenlos hin.

Orthopädie, Neurologie und Sport sind im PASSAUER WOLF Reha-Zentrum in Bad Gögging. Die Kurse sind aufgeteilt in Praktikumsgruppen. Bei uns sind jeweils vier Leute in einer Gruppe, im Mittelkurs auch.

Wir sind also zu acht an diesem Morgen. Mit Frau Singer zu neunt. Sie ist die Fachlehrkraft für Neurologie und macht mit uns die Morgenbesprechung. Hier können wir jeden Tag Fragen zu unseren Patienten stellen und unsere Therapien besprechen. Es ist genug Zeit. um auf jeden einzugehen, denn erst um 09:00 Uhr beginnt die erste Therapie.  Ich habe heute sieben Patienten, was bedeutet, dass ich jede Einheit voll habe. Eine Einheit dauert für uns „Oberkursler“ 30 min.

Nach der Besprechung geht es los. Der Arbeitsplatz muss schließlich vorbereitet werden. Es ist 09:00 Uhr. Wir holen alle unseren ersten Patienten. Und vier folgen noch an diesem Vormittag. Um 11:30 Uhr ist der letzte Patient fertig behandelt. Nun haben wir eine halbe Stunde Zeit um zu dokumentieren, was wir mit den Patienten am heutigen Tag gemacht haben und unsere Befunde weiter auszufüllen. Es ist wichtig jeden Tag zu dokumentieren und einen vollständigen Befund zu haben, um seine Patienten möglichst optimal zu behandeln. Dann geht’s zum ersehnten Mittagessen. Wir haben von 12:00 – 13:00 Uhr Pause.

Unser Essen bekommen wir in Bad Gögging kostenlos vom PASSAUER WOLF gestellt.

Dies ermöglicht uns Schülern ein gutes Essen und weniger Aufwand. Nach dem Mittag geht es weiter. Natürlich sind wir die meiste Zeit damit beschäftigt mit unseren Freunden zu reden. Wenn man nämlich so lange Zeit zusammen etwas macht und erlebt entwickeln sich gute Freundschaften.

Um 13:00 Uhr holen wir den vorletzten Patienten für diesen Tag.

Ich habe eine Patientin mit einer angeborenen Erkrankung einer ICP. Sie ist noch relativ jung und ich verstehe mich sehr gut mit ihr. Wir versuchen heute ihre Wadenmuskulatur zu lockern, um sie im Anschluss besser kräftigen zu können. 13:30 Uhr, der letzte Patient. Danach wird alles aufgeräumt und es ist noch ein wenig Zeit um den Rest zu dokumentieren. Meine Gruppe und ich gehen gemeinsam zum Umziehen, denn um 14:30 Uhr geht es weiter mit Unterricht. An diesem Donnerstag haben wir eine Schulstunde Evidenzbasiertes Arbeiten, eine Stunde Innere Medizin und eine Stunde Neurophysiologie. Ein ganz normaler Tag im Neurologiepraktikum mit außergewöhnlichen Menschen.