Reha nach Schlaganfall - viermal in Bayern

Nach einem Schlaganfall behandeln wir schwer betroffene Patienten in der Akutphase in Bad Griesbach und Nittenau bereits ab der neurologischen Frührehabilitation. Darüber hinaus begleiten wir an allen vier Standorten des Passauer Wolf in Bayern den Genesungsverlauf während der Reha nach einem Schlaganfall. Denn nach einem Schlaganfall ist es ganz entscheidend, möglichst schnell eine Verbesserung der Hirnfunktionen zu erreichen. Die aktive Einbeziehung der Angehörigen ist uns bei der Schlaganfallbehandlung in unseren Reha-Kliniken sehr wichtig. Unsere Erfahrungen aus der Behandlung von neurovaskulären Erkrankungen münden auch in die Lebensstil-Medizin.

So läuft die Behandlung nach einem Schlaganfall ab

Ganz entscheidend ist es, frühzeitig mit einer gezielten Rehabilitation zu beginnen. Die intensive Behandlung umfasst in der Akutphase die Überwachung lebenswichtiger Funktionen wie umfassendes Monitoring, die apparative Verlaufsdiagnostik und die intensive medikamentöse Therapie. Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten arbeiten während der Rehabilitation berufsübergreifend im Team, um bestmögliche Abläufe zu ermöglichen. Die pflegerische Betreuung - beispielsweise im Rahmen der neurologischen Frührehabilitation - reicht von der Intensivpflege und basaler Stimulation bis zur intensiven Reha-Pflege und beinhaltet auch das Wundmanagement. Therapeutisch schöpfen wir aus einem breiten Spektrum. Orientierend an den Fähigkeitseinschränkungen kombinieren wir die Behandlungen, darunter Physio- und Ergotherapie, Physikalische Therapien sowie die Neuropsychologie und Psychologie.

Die Phasen der Schlaganfall-Reha

In der Neurologischen Rehabilitation gibt es ein so genanntes Phasenmodell. Die Rehabilitationsphase richtet sich nach dem individuellen Hilfebedarf des Patienten. Nimmt die Selbstständigkeit während der Behandlung nach einem Schlaganfall zu, kann es im Verlauf der Rehabilitation zu einem Wechsel in die nächste Phase kommen. Bei sehr schnellen Fortschritten können auch Phasen übersprungen werden. Im Passauer Wolf begleiten wir Patienten in folgenden Phasen:

  • Phase B - Neurologische Frührehabilitation: In der Neurologischen Frührehabilitation wird eine intensive Behandlung und Rehabilitation mit ärztlichen und therapeutischen Schwerpunkten durchgeführt. Hinzu kommt die aktivierende und stimulierende Pflege. Die Neurologische Frührehabilitation bieten wir in Bad Griesbach und Nittenau an.
     
  • Phase C - Weiterführende Rehabilitation: Während der weiterführenden Reha benötigen Betroffene in der Alltagsbewältigung nicht mehr so viel Hilfe wie in Phase B, sodass die (Teil-) Mobilisierung und Wiederherstellung der Selbstständigkeit im Vordergrund stehen. Die weiterführende Rehabilitation nach einem Schlaganfall bieten wir viermal in Bayern an: In Bad Griesbach, Nittenau, Bad Gögging und Ingolstadt
     
  • Phase D - Anschlussheilbehandlung: Die Rehabilitationsziele richten sich nach den Maßgaben der Deutschen Rentenversicherung. Ziele sind die Minderung bestehender Behinderungen und Fehlhaltungen. Die rein medizinische Rehabilitation endet mit der Phase D. Die Anschlussheilbehandlung nach einem Schlaganfall bieten wir ebenfalls viermal in Bayern an: In Bad Griesbach, Nittenau, Bad Gögging und Ingolstadt.

 

Ärztliche Leitung
  • Dr. med. Oliver Meier
    Dr. med. Oliver Meier
    Passauer Wolf Bad Griesbach
  • Dr. med. univ. Morad Siahidoozazar
    Dr. med. univ. Morad Siahidoozazar
    Passauer Wolf Nittenau
  • Stephan Graeber
    Stephan Graeber
    Passauer Wolf Nittenau
  • Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter
    Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter
    Passauer Wolf Bad Gögging
  • Dr. med. Rainer Dabitz
    Dr. med. Rainer Dabitz
    Passauer Wolf Ingolstadt
Kontakt

Bad Griesbach T +49 8532 27-0

Bad Gögging T +49 9445 201-0

Nittenau T +49 9436 950-0

Ingolstadt T +49 841 88656-0

Reservierung Neurologie

T +49 800 0007306-3

Wissenswertes zum Schlaganfall im Überblick

Bei einem Schlaganfall handelt es sich um eine plötzliche Störung der Durchblutung im Gehirn. Mediziner sprechen von einem Apoplex, einer Apoplexia cerebri oder einer Apoplexie. In der Umgangssprache ist häufig auch von einem Hirnschlag die Rede. Schlaganfälle zeichnen sich durch eine massive Fehlfunktion des Gehirns aus, die zu einer andauernden Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen führt. Aufgrund des Sauerstoffmangels kommt es dabei bereits nach zehn bis fünfzehn Minuten zu einem Absterben von Gehirngewebe.

Ein Schlaganfall stellt eine massive Beeinträchtigung für den menschlichen Körper dar, die zu verschiedenen neurologischen Störungen und Ausfällen führt. Art und Intensität der Symptome variieren je nach körperlicher Verfassung des Patienten und dem Ort, an dem der Hirnschlag auftritt. Zu den häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls gehört ein akut auftretendes Lähmungs-, Schwäche- oder Taubheitsgefühl auf einer Körperseite. So kommt es bei einigen Betroffenen zu herabhängenden Mundwinkeln oder Augenlidern, gelähmten Armen oder eingeschlafenen Füßen.

 

Dabei treten die Ausfallerscheinungen stets auf der Körperseite auf, für die die angeschlagene Gehirnseite zuständig ist. So bilden Ausfälle der linken Körperseite ein Indiz für einen Schlaganfall auf der rechten Hirnhälfte und umgekehrt. Einige Betroffene erleiden aufgrund des Schlaganfalls eine Lähmung aller vier Extremitäten (Tetraparese). Darüber hinaus gehören auch Sehstörungen zu den klassischen Symptomen eines Hirnschlags. Die betroffenen Patienten sehen Doppelbilder, haben ein verkleinertes Gesichtsfeld, klagen über ein verschwommenes Bild oder verlieren ihre Sehkraft gänzlich. Ferner gelten auch die folgenden Anzeichen als typische Symptome: allgemeines Schwächegefühl, Bewusstseinstörungen, Empfindungsstörungen, Kopfschmerzen, starkes Schwindelgefühl und Sprachstörungen.

 

Ein Hirnschlag tritt schlagartig, also plötzlich auf. Nichtsdestotrotz konnten Mediziner nachweisen, dass sich bei einem Drittel der Patienten ein Schlaganfall durch eine transitorische ischämische Attacke (TIA) ankündigt. Diese führt zu einem zeitlich begrenzten Auftritt der typischen Symptome eines Schlaganfalls. Die Betroffenen leiden dabei für ca. 24 Stunden unter Lähmungen, Sprach-, Empfindungs-, Bewusstseins- oder Sehstörungen. Im Gegensatz zu einem echten Schlaganfall verschwinden die Symptome allerdings wieder.

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall, der einer umgehenden Behandlung bedarf. Bereits bei einem bloßen Verdacht sollte deshalb sofort ein Notarzt gerufen werden. Dieser überprüft zunächst die Vitalfunktionen des Patienten. Sofern der Patient ansprechbar ist, erfragt der behandelnde Arzt die aufgetretenen Symptome. Im Krankenhaus sind Neurologen für die Behandlung von Schlaganfallpatienten zuständig. Der Facharzt prüft die Koordinationsfähigkeit, die Berührungsempfindung sowie das Seh-, Berührungs- und Sprachvermögen.

 

Eine wirklich belastbare Diagnose ist nur mit Hilfe bildgebender Verfahren möglich. In der Regel veranlassen die behandelnden Ärzte deshalb sofort eine Computertomografie des Kopfes (sogenannte kraniale CT). Die durch dieses Verfahren gewonnenen Bilder des Schädelinnern geben Aufschluss darüber, ob ein Verschluss der Gefäße oder eine Hirnblutung den Schlaganfall ausgelöst hat. Die kraniale CT wird in der Regel durch eine Darstellung der Gefäße (CT-Angiografie) oder eine Messung der Durchblutung (CT-Perfusion) ergänzt. Anstelle einer kranialen CT kann auch eine Kernspin- oder Magnetresonanztomografie (MRT) angeordnet werden, da auch dieses Verfahren Erkenntnisse aus dem Schädelinnern liefert.

 

Vereinzelt führen Ärzte auch eine separate Röntgenuntersuchung der Gefäße durch. Diese sogenannte Angiografie ist wichtig, um bestehende Missbildungen der Gefäße oder Gefäßlecks sichtbar zu machen. Darüber hinaus erfordert ein Schlaganfall eine umfassende Untersuchung der Funktions- und Leistungsfähigkeit des Herzens. Eine Elektrokardiografie (EKG) oder ein Langzeit-EKG zählen deshalb zu den üblichen diagnostischen Mitteln. Ferner sind auch diverse Blutuntersuchungen wichtig, um den Verdacht auf einen Apoplex zu bestätigen bzw. näher abzuklären. Untersucht werden insbesondere das Blutbild, die Blutgerinnung, die Blutzuckerwerte, der Elektrolythaushalt sowie die Nierenwerte.

 

Die Behandlung eines Schlaganfalls erfordert besondere Fachkenntnisse. Deshalb sollte sie im Idealfall in einer Spezialabteilung (einer sogenannten Stroke Unit) erfolgen. Da es bei einem Schlaganfall zu einer Unterversorgung des Gehirns kommt, sterben Hirnzellen besonders schnell ab. Behandlungsschritte müssen so schnell wie möglich eingeleitet werden, um das Ausmaß der Schäden gering zu halten.

Im Rahmen der ärztlichen Akutbehandlung werden die Vitalfunktionen des Patienten kontrolliert und stabilisiert. Darüber hinaus werden auch die folgenden Parameter überwacht: Atmung, Blutdruck, Blutzucker, Herzfrequenz, Körpertemperatur, Hirn- und Nierenfunktion und der Wasser- und Elektrolythaushalt.

 

Behandlung ischämischer Schlaganfälle

Ischämische Schlaganfälle werden durch die sogenannte Lyse-Therapie (Thrombolyse) behandelt. Diese ist darauf gerichtet, den Gefäßverschluss durch gerinnselauflösende Medikamente (Thrombolytika) zu beheben. Hierdurch sollen so viele Nervenzellen wie möglich gerettet werden. Die Medikamente werden in der Regel durch eine Infusion verabreicht wird. Neben der Lyse-Therapie kommt auch eine mechanische Beseitigung des Blutgerinnsels in Betracht. Im Rahmen einer Thrombektomie schieben Ärzte unter Röntgenkontrolle einen dünnen Katheter über eine Arterie in der Leiste bis zum Gerinnsel im Gehirn vor. Die Entfernung des Gerinnsels erfolgt sodann mit feinen Instrumenten. Heute entspricht es dem medizinischen Standard, Thrombektomie und Lyse-Therapie zu verbinden.

 

Behandlung hämorrhagischer Schlaganfälle

Hämorrhagische Schlaganfälle, die auf eine Hirnblutung zurückzuführen sind, werden weder durch Thrombektomie noch durch eine Lyse-Therapie behandelt. Bei kleineren Hirnblutungen reicht es aus, Aktivitäten zu vermeiden, die zu einem Druckanstieg im Kopf führen. Ausgedehnte Hirnblutungen bedürfen hingegen einer Operation. Bei dieser wird der Schädel des Patienten geöffnet, um den Bluterguss auszuräumen und die blutende Stelle zu verschließen.

Im Zentrum der einzuleitenden neurologischen Rehabilitationsmaßnahmen steht stets die Rückkehr zum Alltag. Die Betroffenen sollen trotz der Folgen des Schlaganfalls in ein eigenständiges Leben zurückfinden. An allen Passauer Wolf Standorten unterstützen wir Patienten dabei im Rahmen einer neurologischen Rehabilitation. Dabei schöpfen wir aus einem breiten Spektrum an Therapien: Den motorischen Störungen kann eine Ergotherapie entgegenwirken. Um den Umgang mit Lähmungen zu erlernen, kann Physiotherapie hilfreich sein. Sprachstörungen therapiert ein Logopäde. Der Umgang mit Hilfsmitteln wird trainiert. Betroffene sollten sich darauf einstellen, dass Schlaganfälle stets eine langfristige Therapie erfordern. Die Zeit nach der Reha haben während des Aufenthalts im Passauer Wolf selbstverständlich im Blick.

Besonderheiten der Schlaganfall-Reha beim Passauer Wolf

Erfolge sichtbar machen

Ihr Ziel ist unser gemeinsames Ziel. Wir halten es über die ganze Strecke transparent für Sie. Von Stolpersteinen lassen wir uns nicht aufhalten. Und falls Sie selbst die kleinen Erfolge, die Sie während Ihrer Reha erzielen, übersehen, können Sie sich sicher sein: Uns fallen sie auf und wir zeigen Ihnen was Sie schon geschafft haben. Denn Fortschritt ermutigt und bestärkt – auch uns. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!

Visite unterwegs

Den Aufenthalt für unsere Gäste so effektiv wie möglich zu gestalten, ist für uns sehr wichtig. Dazu gehen wir auch mal ganz neue Wege – wortwörtlich. So hat Dr. med. Oliver Meier, Ärztlicher Direktor im Passauer Wolf Bad Griesbach, damit begonnen, die Visite für mobile Patienten nach draußen zu legen. Wie Sie sich das vorstellen können? Ganz einfach: Sie spazieren mit dem Arzt auf ruhigen, grünen Wegen durch das malerische Bad Griesbach. Natürlich nur wenn Sie das wollen. Aber eines ist sicher: Bewegung hilft Schlaganfällen vorzubeugen und hat unzählige weitere gesundheitsfördernde Effekte. Jede Gelegenheit zur Bewegung auszunutzen legen wir Ihnen dringend ans Herz – z. B. mit unserer Visite im Grünen.

Mehr als nur Reha

Patienten, die im Rahmen der Neurologischen Frührehabilitation zu uns kommen, haben davor häufig einige Zeit liegend in Intensivzimmern verbracht und damit sehr lange eigentlich nur die Zimmerdecke des Krankenhauses betrachten können. Auch für diese schwer betroffenen Gäste möchten wir etwas Abwechslung in den Reha-Alltag bringen. Wie uns das gelingt? Beispielsweise projizieren wir im Passauer Wolf Bad Griesbach einen wunderbaren weiß-blauen Himmel an die Zimmerdecke, sähen so Motivation zum weitermachen – und ernten dafür so manches lächeln. Da haben wir alle was davon.

Fragen und Antworten zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall

Wieso heißt der Schlaganfall so? Und woran erkenne ich ihn?

Was sind die Ursachen eines Schlaganfalls?

Ist ein Schlaganfall vermeidbar?

Wie sieht die Behandlung nach einem Schlaganfall aus?

Habe ich ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko, wenn ich bereits vorerkrankt bin, z.B. Diabetes habe?

Können auch Infektionen einen Schlaganfall auslösen?

Was ist eine Parese? Wie äußert sie sich?

Was sind die Ursachen einer Parese?

Das könnte Sie auch interessieren