Kontakt
  • Newsletter

    Bleiben Sie in Kontakt mit uns - und immer auf dem Laufenden. Jetzt abonnieren

  • Soziales Engagement

    Wir unterstützen soziale Projekte, indem wir in Bildung investieren. Mehr dazu

Neuer Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit: Die Rehabilitation braucht einen Schutzschirm

(veröffentlicht am 22.03.2020)

Kliniken, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen - wie der Passauer Wolf - sind aufgefordert, laufende Rehabilitationsmaßnahmen zu unterbrechen oder zu verschieben, um Ressourcen für die Behandlung Viruserkrankter freizumachen. Die wirtschaftliche Grundlage wird damit entzogen. Die im derzeitigen Gesetzesentwurf geplanten Pauschalerstattungen greifen in der Reha nur bedingt.

Vielen Gesundheitseinrichtungen droht das »Aus«

Wird der derzeitige Gesetzesentwurf zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen Realität, ist das das »Aus« für unzählige Gesundheitseinrichtungen. So schildert der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e. V. (BDPK) die derzeitige Situation. Der Verband hat dem Gesetzesentwurf ein Konzept für die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Vorsorge– und Rehabilitationskliniken in der Corona-Krise entgegengestellt, um die drohenden Insolvenzen von Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehakliniken zu stoppen. Der Bundesverband fordert unbürokratische Hilfen. Monatspauschalen in Höhe des erwirtschafteten Durchschnitts der letzten zwölf Monate könnten die Voraussetzung schaffen, die das Weiterbestehen der Gesundheitseinrichtungen ermöglichen. Das absurde Szenario, dass dringend benötigte Pflegekräfte und Ärzte in der Krise Kurzarbeit antreten müssten oder entlassen würden, weil sie nicht mehr entlohnt werden können, soll so abgewendet werden.

Mit Protest ist zu rechnen

»Aktuell stützt sich die Politik auf das Gesundheitswesen, um die Pandemie zu bewältigen. Der organisatorische Aufwand, den wir seit Wochen betreiben, um unseren Beitrag in der Corona-Krise zu leisten und den politischen Forderungen gerecht zu werden, ist immens«, so Sibylle Merk, Ärztin und Geschäftsführerin beim Passauer Wolf. Für das Freihalten von Ressourcen sieht der Gesetzesentwurf keinen Ausgleich vor und die angekündigten Pauschalbeträge für die Behandlung von COVID-19-Patienten sind für Leistungserbringer unzureichend, um die Krise wirtschaftlich zu überstehen. Das gefährdet Arbeitsplätze und die Sicherung der Gesundheitsversorgung. Geschäftsführer des Passauer Wolf, Stefan Scharl dazu: »Die aktuelle Gesetzesvorlage ignoriert die Realität sowie den Konsens der meisten Akteure im Gesundheitsweisen. Daran ändert auch der überarbeitete Gesetzesentwurf nichts. Die Verbände der Leistungserbringer sowie die Spitzen der bayerischen Gesundheitspolitik versuchen seit Freitag, das Schlimmste zu verhindern. Wir werden den Protest der Verbände aktiv unterstützen, um unserem Versorgungsauftrag weiter gerecht werden zu können und das große Engagement aller Mitarbeitenden stärken zu können.«

Mehr zur Verschiebung planbarer Behandlungen beim Passauer Wolf

Vereinzelte Bereiche im Passauer Wolf sind vorübergehend geschlossen. Welche das sind, können Sie hier einsehen.