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Parkinsonkomplexbehandlung weiterhin möglich

(veröffentlicht am: 30.04.2020)

In der aktuellen Pandemiesituation werden unaufschiebbare Behandlungen für Patienten mit Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson weiterhin durchgeführt. Anmeldungen werden für alle Maßnahmen bereits angenommen.

Trotz der anhaltenden Coronakrise steht der Passauer Wolf Bad Gögging in Übereinstimmung mit den Verfügungen des Freistaats Bayern aktuell für die Weiterführung von Behandlungen zur Verfügung, bei denen ein Aufschub aus medizinischen Gründen nicht möglich ist. Die medizinische Beurteilung richtet sich nach etablierten Standards und Verfahren. Für die Aufnahme zur Akutbehandlung im neurologischen Zentrum für Bewegungsstörungen ist für gesetzlich Versicherte eine Krankenhaus-Einweisung des Haus- oder Facharztes erforderlich. Privatversicherten Patienten wird empfohlen, die Kostenübernahme im Vorfeld mit ihrer Krankenversicherung klären. Sobald möglich laufen elektive Behandlungen wieder an. Patienten, die bereits z. B. zu einer Parkinsonkomplexbehandlung im Passauer Wolf angemeldet waren, die verschoben werden musste, werden umgehend informiert, sobald die Aufnahme neu geplant werden kann. Eine Anmeldung für angestrebte Behandlungen im Zentrum für Bewegungsstörungen ist wie gewohnt möglich. Bei Fragen zur Parkinsonkomplexbehandlung steht das Chefarztsekretariat der Neurologie im Passauer Wolf Bad Gögging jederzeit telefonisch unter +49 9445-201 2501 zur Verfügung.

Komplexbehandlung in der Passauer Wolf Fachklinik Bad Gögging

Im Neurologischen Zentrum für Bewegungsstörungen in der 2019 eröffneten Passauer Wolf Fachklinik Bad Gögging werden Patienten bereits ab der Akutphase im Rahmen der Parkinsonkomplexbehandlung betreut. Im Anschluss an die Akutbehandlung erfolgt bei Bedarf die nahtlose Weiterversorgung im Rahmen der medizinischen Rehabilitation. Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter und sein Team sind auf die Behandlung von Morbus Parkinson spezialisiert. Nach dem Erstgespräch und der Anamnese wird gemeinsam mit dem Patienten daran gearbeitet, Beeinträchtigungen im Alltag zu reduzieren. »Um die Genesung unserer Gäste zusätzlich zu fördern, haben wir uns in der Fachklinik die Kraft der Natur ins Haus geholt«, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter. Lichtdurchflutete Räume mit Blick ins Grüne und der Einsatz zahlreicher Naturmaterialien greifen »Healing Architecture«-Ideen auf und verbessern das Wohlbefinden.

Multimodal in der Akutphase – und darüber hinaus

Muskelsteifigkeit, eine zu leise Sprache, Gleichgewichtsstörungen oder unwillkürliche Bewegungen zählen zu den Symptomen Betroffener. Wissenschaftlich fundierte Behandlungsverfahren, wie die multimodale Komplexbehandlung ermöglichen es, medikamentös-therapeutische mit nicht-medikamentösen Behandlungskonzepten, wie aktivierenden Therapien, zu kombinieren. Zu letzteren zählen unter anderem Physio- und Ergotherapie, logopädische Einheiten sowie Sporttherapien. So steigert beispielsweise der moderne Gangtrainer »Lyra« die Chancen Betroffener, ihre Gehfähigkeit zu verbessern. Das Lee-Silverman-Voice-Treatment® (LSVT-BIG-Therapie) stellt die Verbesserung der Mobilität und Ausdrucksfähigkeit in den Mittelpunkt der Behandlung. Um die Behandlungsmöglichkeiten bei Morbus Parkinson zu verbessern, beteiligt sich der Passauer Wolf Bad Gögging an wissenschaftlichen Projekten mit Fokus auf die Zeit nach der Akut- oder Rehabilitationsphase. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme hat der Passauer Wolf ein virtuelles Trainingsprogramm entwickelt. Parkinson-Patienten können damit Bewegungselemente aus der LSVT-BIG-Therapie® unter Anleitung selbständig am Computer durchführen. So soll das Programm das Training zu Hause erleichtern und die klassische Therapie ergänzen. »Vor allem ältere Patienten waren begeistert von dieser neuen Trainingsmöglichkeit«, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter. In einer veröffentlichten Äquivalenzstudie1 konnte der positive Effekt des Programms bestätigt werden.

Chefarzt Tobias Wächter Teil der Morbus Parkinson Expertenkommission

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter in die Expertenkommission zur Erstellung neuer Leitlinien für die Parkinsonbehandlung berufen. Chefarzt Tobias Wächter ist zusammen mit anderen ausgewiesenen Experten  für die Verfassung der neuen Leitlinie »Aktivierende Therapien in der Behandlung von Morbus Parkinson« verantwortlich. »Die Berufung in die Expertenkommission ist nicht nur eine Anerkennung unserer bisherigen Errungenschaften, sondern zeigt auch, dass unser Haus mit als führende Klinik in der Behandlung von Morbus Parkinson wertgeschätzt wird«, freut sich Dr. Wächter.

Mehr Informationen zur Parkinsonkomplexbehandlung finden Sie hier

1 »Comparing computer-aided therapy with conventional physiotherapy in Parkinson’s disease: An equivalence study«, erschienen in Neurology Asia 2019: S. 309 - 315

Hinweis zum Bild: Das Bild entstand vor der Coronapandemie. Eine Situation wie die abgebildete ohne Mund-Nasen-Schutz und Mindestabstand wäre in der aktuellen Situation nicht denkbar. Während der Pandemiezeit gelten selbstverständlich strikte Regeln, die den Infektionsschutz der uns anvertrauten hochvulnerablen Patienten sicherstellen.