
Parkinson-Symposium im Passauer Wolf Bad Gögging: Forschung trifft Praxis
v.l. Prof. Dr. Zacharias Kohl von der medbo, Priv.- Doz. Dr. Franz Marxreiter, Leitender Oberarzt der Neurologie im Passauer Wolf Bad Gögging, Prof. Dr. Tobias Wächter, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie im Passauer Wolf Bad Gögging, Prof. Dr. Günter Höglinger vom LMU Klinikum, Prof. Dr. Jürgen Winkler vom Universitätsklinikum Erlangen und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Oertel, Hertie-Senior-Forschungsprofessur.
Aktuelle Erkenntnisse aus der Parkinson-Forschung, innovative Therapieansätze und die Frage, wie sich wissenschaftlicher Fortschritt konkret in die Versorgung von Patienten übertragen lässt, standen im Mittelpunkt des Parkinson-Symposiums am vergangenen Samstag, 19. September 2026, in der Passauer Wolf Fachklinik Bad Gögging. Mit rund 80 Teilnehmenden aus Medizin und Wissenschaft stieß die Veranstaltung auf große Resonanz. Gemeinsam mit dem Parkinson-Kooperationsnetzwerk PARKLINK hatte der Passauer Wolf Fachpublikum eingeladen, um aktuelle Entwicklungen rund um die Parkinson-Krankheit zu diskutieren. Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis beleuchteten die neurodegenerative Erkrankung aus unterschiedlichen Perspektiven. Das Symposium bot Gelegenheit für einen kollegialen Austausch, um Perspektiven für eine engere Zusammenarbeit zu eröffnen.
Forschung und Versorgung zusammendenken
»Die Behandlung der Parkinson-Krankheit entwickelt sich kontinuierlich weiter. Umso wichtiger ist es, neue wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig mit akutstationärer und rehabilitativer Erfahrung zusammenzubringen und gemeinsam zu diskutieren, welchen konkreten Nutzen sie für Patienten haben können«, sagt Prof. Dr. Tobias Wächter, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie im Passauer Wolf Bad Gögging, der gemeinsam mit Hans-Martin Linn, Geschäftsführer im Passauer Wolf Bad Gögging, das Symposium eröffnete. »Genau dafür bietet ein Symposium wie dieses einen wertvollen Rahmen.«
Vielseitiges Programm mit hochkarätigen Referenten
Den Blick auf den Stand der Parkinson-Forschung und kommende Entwicklungen richteten unter anderem Prof. Dr. Jürgen Winkler, Leiter Molekulare Neurologie am Universitätsklinikum Erlangen und Prof. Dr. Günter Höglinger, FEAN, Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik LMU, Klinikum Campus Großhadern. Priv.-Doz. Dr. Franz Marxreiter, Leitender Oberarzt der Neurologie im Passauer Wolf Bad Gögging, widmete sich der Rolle von Lebensstilinterventionen bei der Parkinson-Krankheit. Weitere Schwerpunkte bildeten innovative Therapieansätze. Prof. Dr. Zacharias Kohl, Geschäftsführender Oberarzt der medbo, Neurodegeneration und -genetik, stellte aktuelle und zukünftige Möglichkeiten der Tiefen Hirnstimulation vor. Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Oertel, Hertie-Senior-Forschungsprofessur, nahm die Chancen einer Neuroprotektion bei der Parkinson-Krankheit in den Blick und zeigte am Beispiel der REM-Schlafverhaltensstörung auf, welche Bedeutung mögliche Vorstufen der Erkrankung für Forschung und Früherkennung haben. Prof. Dr. Tobias Wächter rückte in seinem Vortrag die nichtmedikamentösen Therapien bei Parkinson-Syndromen und deren praktische Umsetzung in den Mittelpunkt. »Eine moderne Parkinson-Behandlung besteht nicht allein aus der medikamentösen Therapie. Bewegung, aktivierende Therapien und individuell abgestimmte nichtmedikamentöse Maßnahmen sind wesentliche Bestandteile eines umfassenden Behandlungskonzepts«, betont der Ärztliche Direktor. »Entscheidend ist, dass wir die verschiedenen Möglichkeiten sinnvoll miteinander verbinden und die Therapie an die Situation des Patienten ausrichten«, ergänzt Priv.-Doz. Dr. Franz Marxreiter.
Dafür entwickelt im Passauer Wolf Bad Gögging ein interdisziplinäres und speziell ausgebildetes Team einen individuellen Behandlungsplan. Das Therapieangebot umfasst physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen, Logopädie, Sporttherapie sowie neuropsychologische Begleitung. Auch moderne Technologien finden Anwendung: Der robotikgestützte Gangtrainer »Lyra« unterstützt Patienten dabei, natürliche Bewegungsabläufe zu trainieren und ihre Gehfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Ergänzt wird das Programm durch spezielle Verfahren wie die Lee-Silverman Voice Therapie (LSVT-Voice) oder die BIG-Therapie. Ein entscheidender Vorteil im Passauer Wolf Bad Gögging besteht darin, dass bei Bedarf im Anschluss an die Akutbehandlung die nahtlose Weiterversorgung im Rahmen der medizinischen Rehabilitation erfolgen kann.
Austausch zwischen Wissenschaft und klinischer Praxis
Neben den Fachvorträgen bot das Symposium Gelegenheit zur Diskussion und zum persönlichen Austausch. Eine Industrieausstellung sowie die Möglichkeit zur Besichtigung der Fachklinik ergänzten das Programm. »Gerade bei einer komplexen Erkrankung wie Parkinson profitieren wir davon, wenn Spezialisten verschiedener Bereiche ihr Wissen zusammenführen«, so Prof. Günter Höglinger abschließend. Mit dem Parkinson-Symposium schufen der Passauer Wolf Bad Gögging und PARKLINK eine Plattform, um aktuelle Forschungsergebnisse, therapeutische Entwicklungen und Erfahrungen aus der Versorgung miteinander zu verbinden und den fachlichen Austausch über die zukünftige Parkinson-Behandlung zu fördern.
Passauer Wolf Bad Gögging
Der Passauer Wolf Bad Gögging ist seit 1988 in der Region verwurzelt und zählt zu den führenden Zentren für Rehabilitation und medizinische Versorgung in Bayern. Zu den Fachbereichen gehören die Neurologie, Geriatrie und die Orthopädie. Gehobenen Ansprüchen wird man mit den Passauer Wolf Komfort-Angeboten gerecht. Das Angebot »AktivConnect« by Passauer Wolf bietet digitale Gesundheitslösungen. Insgesamt verfügen die Häuser über 500 Betten. In Kooperation mit dem Passauer Wolf Bad Gögging ist die Passauer Wolf Berufsfachschule für Physiotherapie und das Passauer Wolf Bildungszentrum Bad Gögging Ausbildungsbetrieb für angehende Physiotherapeuten und Bildungsstätte in Gesundheitsberufen. Der Passauer Wolf Bad Gögging ist Arbeitgeber für 700 Mitarbeiter.
Weitere Informationen:
Parkinson-Komplexbehandlung im Passauer Wolf Bad Gögging
Neurologische Behandlung im Passauer Wolf






