Die Rehabilitation braucht gesetzlich verankerte Zuschläge

(veröffentlicht am 13.11.2020)

Bereits zu Beginn der Pandemie wurde deutlich: Die Rehabilitation erhält nicht die Unterstützung, die sie braucht. Rehabilitationskliniken leisten einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der Pandemie. Die Einrichtungen unterstützen Akutkrankenhäuser durch die Aufnahme von schwer betroffenen Patienten, damit diesen ihre Kapazitäten für die Behandlung von an COVID-19 Erkrankten zur Verfügung stehen. Während der ersten Welle waren Rehakliniken aufgefordert, Maßnahmen abzubrechen, und auch Neuaufnahmen wurden massiv heruntergeschraubt. Das forderten Allgemeinverfügungen des Gesundheitsministeriums. Beim Passauer Wolf wurden zudem Isolierstationen für die Behandlung von COVID-19 Patienten eingerichtet, die auch überregional in Anspruch genommen wurden. Hinzu kommt für alle Rehakliniken, dass der Aufwand für den Schutz von Patienten und Mitarbeitern, darunter Ausgaben für Testungen und Schutzmaterialien, seit Pandemiebeginn drastisch erhöht ist, die finanziellen Ausgleichszahlungen allerdings gestoppt wurden. Rehakliniken brauchen gesetzlich verankerte Zuschläge, um weiterhin als wichtiges Element einer funktionierenden Gesundheitsversorgung bestehen zu können. Dafür setzten sich das Bayerische Gesundheitsministerium und viele Verbände massiv ein. Entsprechende Regelungen werden im Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz (GPVG) gefordert, das in der kommenden Woche den Bundestag passieren soll. Lesen Sie mehr dazu in der Pressemitteilung des VPKA, bei dem Stefan Scharl, Geschäftsführer des Passauer Wolf, im Vorstand mitwirkt.