Dringender Appell der Krankenhausgesellschaften an die Bundesregierung

(veröffentlicht am 26.01.2021)

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK), der die Interessen der rund 1.300 deutschen Krankenhäuser und Reha- und Vorsorgeeinrichtungen in privater Trägerschaft vertritt, bekräftigt den heute von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) veröffentlichten Aufruf an die Bundesregierung, unverzüglich für die finanzielle Sicherheit aller Kliniken zu sorgen. Die derzeit geltenden Hilfs- und Ausgleichsregelungen für Kliniken sind unzureichend und verhindern nicht, dass es zunehmend zu Zahlungsengpässen kommt und Insolvenzen drohen. Zusätzlich zehrt die Ungewissheit über den Fortgang der politischen Entscheidungen an den Kräften der Einrichtungen und ihres Personals und gefährdet die Versorgungssicherheit für die Patienten. Der BDPK, der sowohl im Präsidium als auch im Vorstand der DKG vertreten ist, teilt vollständig die bei der heutigen DKG-Pressekonferenz zum wiederholten Male vorgebrachten Forderungen der Krankenhäuser an die Politik. BDPK-Hauptgeschäftsführer und DKGVorstandmitglied Thomas Bublitz: »Die Situation ist paradox: Ausgerechnet während einer nie dagewesenen Belastung können immer mehr Kliniken die Gehaltszahlungen der nächsten Monate nicht mehr sicherstellen. Das betrifft die Akutversorgung ebenso wie die Reha sowie alle Versorgungsstufen und Klinikträger. Wenn die Politik hier nicht sofort gegensteuert, wird die Pandemie-Bekämpfung aus dem Ruder laufen.« Der BDPK erinnert daran, dass die Kliniken, mit der DKG an der Spitze, in den vergangenen Wochen die verantwortlichen Politiker immer wieder und immer eindringlicher auf ihre prekäre Lage aufmerksam gemacht haben. Es fehlt also nicht an Hinweisen und Vorschlägen für notwendige politische Entscheidungen. Die Bundesregierung muss jetzt sofort handeln, den Rettungsschirm weiter aufspannen und die Grund- und Regelversorger ebenso einbeziehen wie die als Ersatzkrankenhäuser benannten Reha-Kliniken.