Holunder Zauberkraft seit Jahrhunderten

Ob gegen Husten, Insektenstiche oder Prellungen: Holunder ist unglaublich vielseitig. Mit ihrer Heilwirkung helfen Blüten und Beeren, Körper und Seele auf natürliche Weise zu heilen.

Bei den Menschen in Niederbayern erfreute er sich schon immer großer Wertschätzung: auf jedem Bauernhof gab es früher mindestens einen Holunderbusch, der die Bewohner vor Krankheit, Leid und bösen Mächten schützen sollte. Verdorrte der Busch, galt dies als sicheres Zeichen für den bevorstehenden Tod eines Familienmitglieds. Im Mittelalter war es sogar streng verboten, ihn zu fällen oder zu beschädigen - das konnte schließlich Unglück ins Haus bringen. Und wer es dennoch tun musste, bat den Strauch um Verzeihung, bevor er Hand anlegte. Das große Ansehen des Holunders ist aber nicht nur darauf zurückzuführen, dass nach altem Volksglauben schützende Göttinnen in ihm wohnten. Schon Hippokrates, der um 460 v. Chr. geboren wurde, wusste um die Heilkräfte des Holunders; und nicht umsonst lautet ein altes Sprichwort: "Ein Holunderbusch im Garten ist so wertvoll wie eine ganze Apotheke." Aus den Blüten kochte man damals schweißtreibende und schmerzlindernde Erkältungstees, die vitaminreichen Beeren wurden zu immunstärkenden Säften verarbeitet. Rinde und Wurzeln dienten der Entwässerung des Körpers und mit den Wirkstoffen der Blätter konnten Wunden und Hautreizungen behandelt werden. Holunderbeeren wurden als Brech- und Abführmittel eingesetzt.

Milchreis-Pfannkuchen mit Hollerkoch 

ZUTATEN: 500 ml Milch, 100 g Milchreis, 4 Eier, 3 EL Zucker, 1 EL Vanillezucker, 60 g Reismehl, 5-6 EL Pflanzenöl, Für den Hollerkoch: siehe Rezept links, Hollerkoch kann in Gläsern aufbewahrt werden. 

ZUBEREITUNG: Milch mit 1 Prise Salz zum Kochen bringen. Reis einstreuen und bei gelegentlichem Rühren ca. 30 Minuten ausquellen lassen. Anschließend den Milchreis erkalten lassen. Die Eier mit Zucker und Vanillezucker dick-cremig aufschlagen (ca. 10 Minuten). Den kalten Milchreis durchrühren und mit dem Mehl zur Eiermasse geben. Locker unterheben und ca. 20 Minuten quellen lassen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und pro Pfannkuchen 2-3 EL Teig in die Pfanne geben. Jeweils 1-2 TL Hollerröster auf den Teig geben. Auf der Unterseite goldbraun anbraten, wenden und auf der zweiten Seite fertig backen. Mit dem Hollerröster servieren, nach Belieben (und Jahreszeit) mit Holunderblüten garnieren. Mehr Rezepte und Ideen erhalten Sie in der Ausgabe 1/2016.