Auf glattem Eis

Wissen Sie, wie ein Eisstock hergestellt wird? Aus welchem Material? Kennen Sie die Regeln? Herbert Junger ist Wagnermeister und beschäftigt sich seit Jahrzenten mit der Herstellung von Eisstöcken. Er kennt die Antworten auf die Fragen.

Eisstockschießen - die Regeln

Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts war das Eisstockschießen in den Alpenländern weit verbreitet. Nach den Regeln, die heute noch gelten, treten zwei Mannschaften mit vier oder mehr Spielern gegeneinander an. Zunächst wird die Daube - das ist ein kleiner Holzklotz oder ein Ring aus Gummi - am Ende der etwa 40 Meter langen Eisbahn auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gesetzt. Jeder Spieler versucht dann, seinen Stock mit Schwung und Geschick möglichst nahe an die Daube zu platzieren. Wenn sie dabei verschoben wird, ergibt sich ein neues Ziel. Wenn ein Spieler die Daube allerdings aus dem Zielfeld hinausschießt, wird sie zurück auf das Mittelkreuz gelegt. Beim Schießen ist es erlaubt, die Eisstöcke der gegnerischen Mannschaft wegzukicken. Am Ende des Durchgangs - der Kehre - werden die Punkte vergeben. Der Stock, der am nächsten zur Daube liegt, erhält einen Punkt. Wenn der zweitnächste Eisstock derselben Mannschaft gehört, kommt ein weiterer Punkt hinzu, ebenso beim dritten und vierten Eisstock. Gewertet werden allerdings nur die Stöcke, die sich innerhalb des Zielfeldes befinden. Insgesamt absolvieren die Spieler vier oder sechs Kehren. Lesen Sie mehr zum traditionellen Handwerk in der Ausgabe 2 / 2016.