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Das Bett ist nur zum Schlafen da

Was wir aus der Reha lernen können

Was wir aus der Reha lernen können

Was zu Hause schon manchmal nicht ganz einfach ist, kann in ungewohnter Umgebung noch schwieriger sein: Gerade in der Reha aber hat ein erholsamer Schlaf besondere Bedeutung. Wie geht der Passauer Wolf mit Schlafstörungen um? Welche Impulse lassen sich auf unseren Alltag übertragen? Wir haben mit dem Ärztlichen Direktor und Chefarzt der Neurologie und Geriatrie im Passauer Wolf Bad Griesbach, Dr. med. Oliver Meier, gesprochen.

Wie geht der Passauer Wolf Bad Griesbach mit Schlafstörungen um?

Dr. med. Oliver Meier: Prinzipiell fragen wir natürlich alle Patienten nach ihrer Schlafqualität. Auch bei Visiten spielt das Thema regelmäßig eine Rolle. Ein guter Schlaf hat schließlich für Heilungsprozesse ganz große Bedeutung. Es gibt einen speziellen Fragebogen, der übliche Schlafstörungen aufdecken und auch auf Probleme hinweisen kann, die in der neurologischen Praxis üblich sind.

Generell unterstützen wir unsere Patienten bei der Verwirklichung eines gesunden Lebensstils. Ein erholsamer Schlaf gehört unbedingt dazu. Dabei spielen auch Erkenntnisse aus der Ordnungstherapie eine Rolle. Konkret: Wir regen dazu an, auf einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus zu achten. Immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen – das funktioniert in der Reha natürlich einfacher als zu Hause. Das Bett ist übrigens ausschließlich zum Schlafen da – nicht für Zwischendurchpausen untertags. Zum Tagesausklang empfehlen sich gedämpftes Licht und ruhige, entspannende Aktivitäten. Für körperliches Training ist am Vormittag schließlich genug Zeit. In der letzten halben Stunde vor dem Schlafengehen, macht es Sinn Handys, Laptops oder sonstige Medien zur Seite zu legen, den Fernseher auszuschalten. Jeder Mensch sollte ein kleines Einschlafritual entwickeln, das wirklich zu ihm passt. Das könnte ein Lied sein, ein Abendsegen, eine entspannende Taiji-Übung oder das Besprühen des Kopfkissens mit Lavendel- oder Melissenduft. Das Abendessen sollte maßvoll sein. Wer gut schlafen will, sollte auf alkoholische oder stimulierende Getränke ab Nachmittag verzichten. Der Genuss von Alkohol, Kaffee, Cola, Schwarz- oder Grüntee oder auch weißer Tee führt zu deutlicher Verschlechterung, insbesondere der Tiefschlafphasen.

Bringen Helfer aus der Pflanzenheilkunde etwas?

Dr. med. Oliver Meier: Unterstützend zur Ordnung vor dem Schlafen, können auch Heilkräuter hilfreich sein wie beispielsweise Baldrian und Hopfen. Beide in Kombination zeigen eine gute Wirksamkeit – besonders in der Einschlafphase. Aber auch ihre beruhigende, psychische Wirkung kann das Einschlafen vereinfachen. Bei Johanniskraut muss man hingegen wirklich vorsichtig sein: Gerade in höherer Dosierung kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen vor allem auf das Gerinnungssystem oder auf gerinnungshemmende Wirkstoffe kommen und das Blutungsrisiko des Körpers erhöhen. Auch wenn Johanniskraut rezeptfrei verfügbar ist: Unbedingt erst nach Rücksprache mit dem Hausarzt anwenden.

Dr. Oliver Meier - Passauer Wolf Bad Griesbach
Dr. med. Oliver Meier Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie und Geriatrie im Passauer Wolf Bad Griesbach

Gibt es auch Tipps von Pfarrer Kneipp?

Dr. med. Oliver Meier: Ein interessanter Punkt. Während des Schlafes sinkt ja die Körpertemperatur. Um drei Uhr morgens, im zweiten Schlafzyklus, hat sie ihren tiefsten Punkt erreicht. Das spricht übrigens deutlich gegen die beliebte Anwendung eines warmen Bades vor dem Schlafengehen. Vielmehr geht es um Kühlung. So sollte die Schlafzimmertemperatur bei etwa 18˚ liegen. Wer nicht anlagebedingt oder durch Erkrankung ohnehin unter kühlen Füßen leidet, könnte nach Pfarrer Kneipp nasse Wollsocken zur Nachtruhe überziehen. Das unterstützt die Abkühlung des Körpers und verbessert dadurch die Schlafqualität.

Und wie ist das mit Medikamenten? Hilft Melatonin?

Dr. med. Oliver Meier: In einem ersten Schritt versuchen wir pflanzlich einzugreifen. Hopfen, Baldrian-Mixturen können ein Einstieg sein. Hilft das nicht, wird eine Melatonintherapie ergänzt. Das bewirkt eine Öffnung der peripheren Gefäße. Es kommt zum Wärmeverlust, wodurch die Körperkernwärme zurückgeht. Das kann Schläfrigkeit auslösen und das Einschlafen durchaus fördern. Antidepressiva sind eine dem Melatonin strukturell sehr verwandte chemische Verbindung und können bei der Kombinationsproblematik Schlafstörung und Depression oder bei schwerwiegender Schlafstörung günstig angewandt werden. Falls aufgrund von Schicksalsschlägen oder durch emotionale Stressreaktionen die Nachtruhe durch ständiges Grübeln gestört ist oder der Geist durch sich wiederholende Fragen nicht zur Ruhe kommt, können neuroleptische Medikamente eingesetzt werden. Niedrig dosiert verbessern sie die Schlafqualität und helfen dabei, einen Menschen wieder in die normale Schlafrhythmik zurückzuführen. Auf eine langfristige Einnahme von Benzodiazipinen als Schlafmedikation sollte hingegen verzichtet werden. Diese Medikationsgruppe führt zu Abhängigkeiten und letztendlich zu deutlichen Einbußen der Lebensqualität.

Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung.

– Heinrich Heine –

Welche Bedeutung hat die Chronobiologie beim Passauer Wolf Bad Griesbach?

Dr. med. Oliver Meier: Biologische Prozesse sind an zeitliche Rhythmen gebunden. Wir erfahren das im Tag-Nacht-Zyklus, der 24 Stunden umfasst, im Gezeitenzyklus mit 12,5 Stunden oder dem Mondzyklus mit 29,5 Tagen. Auch Jahres- oder Wochenzyklen halten einen regelmäßigen Rhythmus ein. Alles Leben der Erde, ob Einzeller oder Pflanzen, Tiere oder Bakterien folgt einer chronobiologischen Zeitstruktur. Der Taktgeber des Menschen ist die sogenannte innere Uhr, die genetisch festgelegt ist.

Zwischen 1964 und 1989 machte ein Forscherteam unter Führung des Biologen Jürgen Aschoff ein bahnbrechendes Experiment: Die Forscher interessierte die Frage, ob rhythmisch verlaufende Prozesse des menschlichen Organismus, also etwa der Schlaf-Wach-Rhythmus, von äußeren Faktoren wie Licht oder Zeitmessung abhängen oder durch eine innere Uhr gesteuert werden. Der ideale Versuchsraum war ein Bunker bei Andechs. Annähernd 400 Probanten verbrachten hier jeweils vier Wochen – komplett abgeschottet von äußeren Zeitgebern: kein Tageslicht, keine äußeren Geräusche, keine Uhr, kein Fernseh-Gerät, keine Kontakte nach außen. Das Ergebnis: Die Probanden blieben auch im Bunker rund zwei Drittel des Tages wach, ein Drittel schliefen sie. Jedoch standen die meisten von ihnen jeden Tag etwas später auf. Ihre Tage verlängerten sich innerhalb kurzer Zeit auf 24,7 bis 25,2 Stunden. Und dabei blieb es dann während der gesamten Zeit im Bunker. Ohne äußere Zeitgeber läuft die innere Uhr langsamer. Aus diesem Experiment wie auch aus anderen Untersuchungen lässt sich erkennen, dass der Mensch an die Umwelt gebunden ist. Die innere Uhr des Menschen wird maßgeblich über den suprachiasmatischen Kern gesteuert. Er befindet sich im vorderen Bereich des Hypothalamus, koordiniert neuronale und hormonelle Prozesse und übt regulierende Funktionen aus. Und all das, um Aspekte wie Ruhe und Aktivität, Körpertemperatur, Hunger und Durst zu harmonisieren. Der wichtigste äußere Zeitgeber ist sicherlich das Tageslicht. So kommt es je nach Lichtintensität zur Bildung von Melatonin oder eben keiner Bildung.

Was bringt die Chronobiologie aus dem Takt?

Dr. med. Oliver Meier: Störungen im chronobiologischen Rhythmus ergeben sich insbesondere durch wechselnde Arbeitszeiten, Schichtarbeit oder Langstreckenflüge mit Zeitzonenverschiebung. Aber auch die geringere Lichtmenge, die es in Innenräumen gibt, bringt unseren Rhythmus durcheinander. Dazu kommen unregelmäßige Essenszeiten oder ein ausgeprägtes Nachtleben – kurz: ein unregelmäßiges, nicht geordnetes Leben beeinträchtigt unseren Schlaf.

Aber auch Erkrankungen können mit Schlafstörungen einhergehen. So kann etwa Adipositas (Fettleibigkeit), die auch zu Bluthochdruck und Zucker- und Fettwechselstörungen (metabolisches Symptom) führt, die innere Rhythmik des Menschen stören. Zu wenig Schlaf wiederum schwächt das Herz und erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie den Schlaganfall oder Herzinfarkt. Auch das Diabetes-Risiko steigt bei Schlafmangel und das Immunsystem wird geschwächt. Schlaflose Nächte machen also nicht nur kurzfristig schlapp, sondern auch längerfristig krank. Deshalb sollte ausreichender und erholsamer Schlaf auf jeder To-Do-Liste ganz oben stehen. Ausgeschlafen lebt es sich einfach besser.

Herzlichen Dank für dieses Gespräch.

Bildnachweis: iStock/ra-photos; Berli Berlinski

Ausgaben: Herbst/Winter 2022/2023Spitzenmedizin
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