Wer zum Passauer Wolf kommt, ist ab der ersten Sekunde Teil eines multidisziplinären Teams. Je nach Aufgabenstellung arbeiten verschiedene Professionen aus der Medizin, der Therapie, der Pflege eng zusammen, tauschen sich aus, besprechen Fortschritte oder auch Rückschläge, damit alle unsere Patient:innen ihre gesundheitlichen Ziele Schritt für Schritt erreichen. Unser Anliegen ist dabei auf die Selbstversorgungskräfte unserer Patient:innen gerichtet. Sie gilt es zu stärken, wiederherzustellen und möglichst lange zu erhalten. Mit im Team sehen wir auch die Angehörigen. Sie sind es oft, die den Spagat zwischen Versorgung und Zuwendung meistern müssen, mit Befürchtungen kämpfen, Rat suchen, Entlastung brauchen. Gemeinsam kann es gelingen, die Herausforderungen zu bewältigen.
KOMMUNIKATIONSPUNKT VISITE
Die Visite markiert für die meisten Patient:innen einen wichtigen Kommunikationspunkt im Verlauf ihrer Reha: Bin ich auf einem guten Weg? Werde ich meine Ziele erreichen? Welche Stolpersteine liegen noch vor mir? Auch Angehörige können an Visiten teilnehmen und über ihre Fragen und Unsicherheiten sprechen: Wird der Betreute zu Hause wieder selbstständig zurechtkommen? Welche Hilfsmittel können den Alltag erleichtern?

DIE TEAMVISITE
In der Geriatrie im Passauer Wolf Bad Gögging bietet Chefarzt Markus Huber die Möglichkeit, an sogenannten Teamvisiten teilzunehmen. Bei Teamvisiten kommen alle, die sich für die Genesung einer Patientin oder eines Patienten einsetzen, zusammen. Auf diese Weise wird das gesamte Wissen der Expert:innen mit den subjektiven Erfahrungen und Empfindungen des Patienten oder der Patientin verbunden. So lässt sich der Rehaverlauf gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven betrachten, besprechen und – falls sinnvoll – eine neue, für alle als zielführend bewertete Reha-Etappe beschreiten. Natürlich können auch Angehörige an den Teamvisiten teilnehmen, um alle Expert:innen in einem Gespräch zu befragen.
INDIVIDUELL
Angehörige können aber auch in all unseren Häusern individuelle Termine mit Arzt oder Ärztin, Therapeut:in, Sozialdienst oder Pflege vereinbaren. Zudem bietet die Pflege praktische Hilfestellungen an, etwa wenn die Mobilität eines Angehörigen noch eingeschränkt ist: Unsere Pflegekräfte zeigen Angehörigen gerne, wie sie beispielsweise einen in seiner Bewegung eingeschränkten Menschen von einer liegenden Position in eine aufrechte Position an der Bettkante bringen, damit er zum Rollator greifen kann. Auf eine Art und Weise, die den eigenen Rücken schont. Nützliche Handgriffe und Unterstützung gibt es auf Wunsch auch aus den Bereichen Physio und Ergotherapie, Sprach und Schlucktherapie. Zudem finden soziale oder psychologische Fragen Raum, etwa: Wie kann ich meine Rolle als Tochter oder Sohn und meine Aufgabe als Betreuende:r besser miteinander verbinden? Wie bewältige ich die Mehrfachbelastungen, die die Pflege mit sich bringt, etwas entspannter? Wie kann ich einer drohenden Isolation vorbeugen?
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