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    Calm woman, meditation and home with breathing exercise for spiritual wellness or health. Female person, yogi or relax with inner peace or zen for mindfulness, awareness or mental wellbeing on space.

    Allein sein

    Christine und Hans Edmaier blicken
auf ein Leben, das sich nach dem
Schlaganfall grundlegend verändert
hat. Was geblieben ist, sind ihr Zusammenhalt und der gemeinsame Wille,
den neuen Alltag zu meistern.

    Angehörigengeschichte: Halt geben, Hoffnung bewahren

    Drei Männer und zwei Frauen ziehen an einem Seil

    Therapeut:innen immer dabei

    Herz in Baumstamm

    Vom Herzstück der Inneren Medizin

    Mann macht Sprachtherapie

    Die Rolle des Lebens spielen

    Drei Frauen und ein Mann stehen in einer Turnhalle und halten bunte Schwimmnudels.

    Für mehr Lebensqualität

    Glass of delicious clean water on an old mossy tree in focus. Background forest blurred.

    Vom halbvollen und halbleeren Glas

    Ein See in einem Herbstwald. Ein Boot befindet sich mitten auf dem See.

    Baggersee

    Maronensuppe

    Rezepte: Kastanien zum Genießen – und zum Waschen

    Eine Kastanie liegt auf dem grünen Gras inmitten gelber Blätter. Im Hintergrund ist ein Baum zu sehen.

    Unter guten Kronen

    Zwei große und sechs kleine Wildschweine im Herbstwald

    …Antworten zum Leben

    Wildschwein im Sumpf

    Fragen an die Natur…

    Marco Sonderegger beim gemeinsame Backen mit Patienten im Reha-Zentrum

    Backen ist Therapie

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    Ein Pfad, der zwischen Wald und See verläuft

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TAUSCHE GEMEINSCHAFT GEGEN ALLEINSEIN

Eine Selbstbeobachtung

Waldansicht von unten

Gemeinsam? Oder allein? Bei der Beschäftigung mit dem zentralen Thema dieser Wolfsspur, regte sich in der Redaktion der Wunsch, nicht nur aufs Team zu schauen, sondern auch einen Blick auf das Gegenteil, nämlich aufs Alleinsein, zu werfen.

Also, ich bin gerne alleine. Ich lese gerne. Ich gehe gerne alleine im Park spazieren. (Jeder, der von einer liebenden Familie umsorgt ist, wird das verstehen.) Auch im Fitness-Studio brauche ich niemand, der mich anspornt oder mich für meinen Schweißfluss lobt. Ganz anders fühlt sich allerdings der Besuch einer Vernissage an: Alleine steht man doch ein wenig verloren in Garderobennähe herum, nestelt am schicken Schal, hält sich am Glas fest, schaut einigermaßen interessiert und aufgeschlossen. Erstaunlich oft übrigens auf die Uhr. Ist es überraschend, dass ich eher selten alleine Vernissagen besuche?

Mir fällt auf, dass mir der Besuch einer Vernissage leichter fallen würde, wenn ich eine Aufgabe, also einen Grund, eine Rechtfertigung hätte, warum ich alleine durch die Gänge spaziere. Ich könnte zum Beispiel einen lock zücken, um mir Notizen zu machen – schon wäre mir wohler. Auch ins Kino gehe ich ungern alleine. Die Eingangssituation ist so unangenehm wie der Beginn einer Vernissage: Überall stehen gutgelaunte Menschen zusammen, plaudern, lachen, organisieren Getränke und Popcorn. Der Unterschied zu einem Spaziergang im Park liegt auf der Hand: Im Kino wird sichtbar, ob jemand Freunde hat (das sind »die Anderen«) oder eben nicht (das bin ich). Dann frage ich mich, wen dieser Unterschied eigentlich interessiert. Das Kino sicher nicht. Und auch für »die Anderen« ist diese Frage nicht wirklich wichtig. Kurz: Ich bin es selbst, der sich die Freude an einem Kinobesuch nimmt. Oder nicht.

MEIN SELBSTVERSUCH

Ich will mir den neuen Star Wars Film ansehen – und zwar alleine. Um die Hürde ein wenig höher zu legen, nehme ich mir vor, ein Symbol der Zweisamkeit mitzunehmen: Eine Tüte Popcorn. Der Anfang gelingt spielend. Eintrittskarte, Popcorn besorgen – mittlere Größe, Karamellgeschmack. Dann finde ich den optimalen Platz: Zehnte Reihe, Mitte. Der Kinosaal füllt sich. Neben mich setzt sich eine Frau. Sie ist auch allein – allerdings ohne Popcorn. Ich schiebe ihr meine Tüte zu: »Möchten Sie? Ist mit Karamell.« Sie schaut mich etwas irritiert an, befindet mich aber offensichtlich für vertrauenswürdig und greift beherzt in die Tüte. In mir macht sich große Erleichterung breit. Und Freude. Und Stolz. Wir futtern uns durch ferne Galaxien und höchste Bedrohungen. Und ich entdecke: Etwas mit sich selbst zu unternehmen, kann richtig Spaß machen!

Bildnachweis: gettyimages.de/Dulyanut Swdp

Ausgaben: Frühling/Sommer 2020
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