Inmitten der sanften Hügel des Altmühltals erhebt sich ein Ort voller Magie und Anmut: die Zwölf Apostel. Diesen kraftvollen Platz, benannt nach den markanten Dolomitfelsen, die wie Wächter der Natur wirken, findet man zwischen Solnhofen und Eßlingen. Ob jung oder alt, fit oder gesundheitlich eingeschränkt – die Zwölf Apostel sind ein Ort, den jede:r bestaunen kann. Bootsfahrer:innen auf der Altmühl, Fahrradfahrer:innen und Wandernde können hier einen Moment innehalten. Der Altmühltal-Panoramaweg führt im oberen Bereich der Hanglage über die Felsgruppe und bietet einen einmaligen Ausblick auf das Solnhofener Tal.
Aber auch der bloße Anblick der Zwölf Apostel, beispielsweise von einer gegenüberliegenden Bank, lädt zum Verweilen ein. Die beeindruckenden Kalksteinformationen wurden von der Natur über Jahrmillionen geformt. Die dickbackigen Schichtkalke des Treuchtlinger Marmors, einer Gesteinsart des Weißen Jura, bilden den Untergrund der Zwölf Apostel. Als erdgeschichtliche Besonderheit entwickelten sich an den Schwellen des Weiß-Jurameeres sogenannte »Schwammkalksteine«, aus denen die Verwitterung diesen landschaftlichen Höhepunkt des Altmühltals geschaffen hat. Seit mehr als 40 Jahren ist dieser Ort als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ein Zuhause für licht- und wärmeliebende Tiere und Pflanzen.
Eine Pause, die wir hier machen, wird automatisch zu einem Prozess der Regeneration. Unsere Sinne kommen zur Ruhe, der Geist klärt sich, Gedanken können schweifen. Wer die Zwölf Apostel besucht, findet einen Platz der inneren Einkehr und Erneuerung. Eine Rast hier ist alles andere als verlorene Zeit, denn »Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause«, wusste schon die englische Dichterin Elizabeth Barrett Browning.
Bildnachweis: Dietmar Denger






















